Viel Schnee brachte die Idee: Iglus für Menschen ohne Dach über dem Kopf

In einem Pinzgauer Urlauber-Iglu: Herbert Kickl mit einer Caritas-Mitarbeiterin, die - warum auch immer - unerkannt bleiben möchte.
  • In einem Pinzgauer Urlauber-Iglu: Herbert Kickl mit einer Caritas-Mitarbeiterin, die - warum auch immer - unerkannt bleiben möchte.
  • Foto: Foto: Jost / Photo Simonis
  • hochgeladen von Christa Nothdurfter

PINZGAU/WIEN (cn). Die österreichweite und auch internationale Aufregung, für die Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ mit seinem Sager von der "konzentrierten Unterbringung von Flüchtlingen" gesorgt hat, findet nun ein sehr versöhnliches Ende. Zur Freude der Caritas und des Sozialamtes werden auch im Pinzgau weggewiesene und delogierte Menschen davon profitieren.

Sozial und komfortabel

Es war aber nicht das an ihm nagende schlechte Gewissen alleine, das den Minister auf die Idee brachte, "diese gewissen Herrschaften" in Iglus unterzubringen. Die zweite Komponente war der viele Schnee, der heuer im Westen Österreichs gefallen ist und die Tatsache, dass es zahlreiche Touristen gibt, die gerne Geld in die Hand nehmen, um in komfortablen Iglus schlafen zu dürfen. "Was für Urlauber recht ist, kann für Delogierte nur billig sein", meinte Kickl voller Wohlwollen und hofft zu recht, für diese enorm soziale und noch dazu kostengünstige Initiative den Internationalen Menschenrechtspreis 2018 einheimsen zu können.

Auf Österreicher beschränkt

Die auf der Hand liegende Frage, ob in den Iglus auch Flüchtlinge schlafen dürfen, beantwortet der Innenminister voller Stolz folgendermaßen: "Das Projekt beschränkt sich zwar auf echte Österreicher, aber natürlich habe ich auch an die Flüchtlinge gedacht: Sie dürfen die Iglus unter Anleitung von heimischen Ingenieren bauen und zwar ohne Arbeitsbewilligung und ohne Lohn. Wer sich dabei besonders hervortut - wer also fleißig ist und gut deutsch lernt - wird mit einer raschen Abschiebung belohnt, denn die Länge der Asylverfahren ist eine durchaus unerfreuliche Komponente. Diesbezüglich werde ich aber bestimmt noch die eine oder andere zündelnde Idee haben."

Standorte: Oben im Gebirge

Hinsichtlich der schwierigen Kombination Sommer und Iglus hat Kickl schon jetzt die Lösung parat: "Ich habe gehört, dass es Folien zum Abdecken gibt, welche die weiße Pracht auch im Sommer erhalten; diese werden wir natürlich zur Verfügung stellen. Die Standorte für die Iglu-Siedlungen werden sich weit oben im Gebirge befinden. Zum einen ist damit sichergestellt, dass die Folien nicht allzu lange im Einsatz sein müssen und zum anderen können die Delogierten und Weggewiesenen so konzentriert an einem Ort untergebracht werden."

(Achtung, Fasching!)

HIER noch ein Beitrag zum Fasching 2018 Und HIER gleich noch einer

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