Schulprojekt FAiR - Freiwilligenarbeit im Rampenlicht
Weil Hilfe im Alter oft erforderlich ist, und mehr als eine warme Mahlzeit bedeutet

Vorbesprechung mit Frau Steinbauer (Bildmitte), der Leiterin des Tageszentrums Saalfelden
v.L. Annalena Obwaller, Magdalena Leo, Melanie Schwaiger,  Arnela Tursic
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  • Vorbesprechung mit Frau Steinbauer (Bildmitte), der Leiterin des Tageszentrums Saalfelden
    v.L. Annalena Obwaller, Magdalena Leo, Melanie Schwaiger, Arnela Tursic
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SAALFELDEN/ZELL AM SEE. Das Hilfswerk Österreich ist mit seinen Landes- und Teilverbänden einer der größten gemeinnützigen Anbieter gesundheitlicher, sozialer und familiärer Dienste in Österreich. Neben den hauptberuflichen Mitarbeitern sind in dieser Organisation auch eine Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern tätig, die regelmäßig ihre Freizeit in den Dienst an unseren Mitmenschen stellen.

Wir konnten im Rahmen unseres Projektes „FAiR – Freiwilligen-Arbeit im Rampenlicht“ die Ausfuhr von „Essen auf Rädern“ begleiten und die Betreuungsarbeit im Tageszentrum kennenlernen. Dabei nutzten wir nicht nur die Möglichkeit, mehr über das Hilfswerk und seine Tätigkeitsfelder zu erfahren, wir erhielten auch einen umfassenden Eindruck der Bedeutung des sozialen Kontaktes für Menschen.

Leitspruch: Wer Hilfe braucht, hat Leistung verdient

Die Geschichte des Hilfswerks reicht bis in die Nachkriegszeit zurück, in der seine Vorgängerorganisation (Österreichischer Wohlfahrtsdienst) mit sozialen Aktivitäten in mehreren Bundesländern aktiv war. Seine Anfänge nahm die Organisation mit der Gründung des Sozialen Hilfswerks in Wien In seiner heutigen Struktur ist es einer der größten privaten Träger von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen in Österreich.

Das Hilfswerk Salzburg unterstützt seit 30 Jahren Menschen aller Generationen bei ihren Herausforderungen im Leben. Von der Hauskrankenpflege und Heimhilfe über Kinderbetreuung und Jugendarbeit bis hin zu sozialer Beratung in den Regionalstellen, begleitet das Hilfswerk jährlich rund 8 800 Salzburger durch den Alltag. Der Mensch und seine Bedürfnisse sind dabei im Fokus, wobei besonders auf seine Würde und Selbstbestimmung geachtet wird. Das Hilfswerk gehört unumstritten zu den Profis in Sachen Betreuung und Pflege.

Im Mittelpunkt der Freiwilligenarbeit stehen heute zum einen die Ausfahrt von „Essen auf Rädern“ sowie die Unterstützung bei den Betreuungsangeboten in den Tageszentren.

Mehr als eine warme Mahlzeit

Wir nutzen im Februar d. J. die Möglichkeit, den ehrenamtlichen Mitarbeiter Christoph Hörl auf seiner Ausfuhrtour mit „Essen auf Rädern“ zu begleiten. Der 59-jährige Saalfeldner Landwirt engagiert sich seit fast 30 Jahren für das Hilfswerk, indem er regelmäßig ältere Mitmenschen im Rahmen der Menüservices mit Mahlzeiten versorgt. Seine Mutter half bereits beim Aufbau des Hilfswerks, so empfand er es immer als Selbstverständlichkeit, einen Beitrag zu leisten. Die Touren werden von der Verwaltung geplant, die Mahlzeiten vom Privatklinikum Ritzensee bezogen.

Er sieht den etwa 2-stündigen Arbeitsaufwand an einem Wochenende im Monat nicht als Belastung. Im Gegenteil - ihm bereitet dieser Kontakt zu Mitmenschen immer wieder viel Freude. Für die derzeit 19 Empfänger der Mahlzeiten ist dieser soziale Kontakt von oft noch viel größerer Bedeutung, stellt dieser meist eine der wenigen Möglichkeiten für ein freundliches Gespräch dar. Auch in unserer Region vermissen viele ältere Personen Sozialkontakte, fühlen sich einsam. Ein kurzes Gespräch kann den Tag oft aufheitern – davon konnten wir uns bei der Mitfahrt auf der Ausgabetour mit Christoph Hörl überzeugen. „Essen auf Rädern“ ist eben mehr als eine warme Mahlzeit!

Welche Anforderungen sind für diese ehrenamtliche Tätigkeit notwendig?
„Eine besondere Qualifikation ist nicht erforderlich. Für die Ausfuhr von, Essen auf Rädern‘ wird der gültige Führerschein Klasse B benötigt, Kilometergeld wird bei der Verwendung des privaten PKWs rückerstattet. Die Hilfswerk-Verwaltung übernimmt die gesamte Organisation, ist jederzeit Ansprechpartner, unterstützt besonders die freiwilligen Helfer. Wenn Sie kontaktfreudig und kommunikativ sind, Freude am Umgang mit Menschen haben – wird Ihnen dieses Ehrenamt viel Freude bereiten. Die Lebensgeschichten und Schicksale der Menschen berühren, man wird Teil ihres Alltags und bekommt viel Dankbarkeit zurück.“

Auch das Tageszentrum Zell am See und seine Tätigkeitsbereiche durften wir kennenlernen und einen Vormittag im März d. J. bei der Betreuung mithelfen. Viele Senioren leben noch in ihrem Zuhause, wünschen sich aber Anschluss und Abwechslung in ihrem Alltag. Auch pflegende Angehörige suchen oft Unterstützung in der Betreuung und Pflege. Hier bieten die Tageszentren Unterhaltung und Gemeinschaft für ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder. In lustiger Runde bastelten wir mit den interessierten Senioren zum Thema Frühling und hatten jede Menge Spaß bei den anschließenden Brettspielen. Wir waren berührt von der herzlichen Atmosphäre und den Lebensgeschichten der Menschen.

Mit dem Wort Hilfsbereitschaft verbinden wir nach diesen Erfahrungen eine große Bedeutung in unserer Gesellschaft. Ein wertschätzender Umgang mit unserer älteren Generation sollte eigentlich selbstverständlich sein. Denn es ist so einfach, Aufmerksamkeit zu schenken!

Projektteam: Arnela Tursic, Annalena Obwaller, Melanie Schwaiger, Magdalena Leo

Sie wollen sich für Ihre Mitmenschen engagieren?
Sie können das Hilfswerk mit Geld- oder Zeitspenden unterstützen. Die Organisation freut sich über Ihr Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit! Informationen dazu finden Sie unter: www.hilfswerk.at
Hier werden Sie auch über Tageszentren in Ihrer Nähe und Kontaktmöglichkeiten informiert.

Wir konnten das Team des Hilfswerkes Saalfelden mit einer Spende von € 210,00 unterstützen!

Autor:

Landesberufsschule Zell am See aus Pinzgau

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