Neue Bürgermeisterin
Bruck hat eine starke Frau an der Spitze

Bürgermeisterin Barbara Huber posierte für ein Erinnerungsfoto mit Soldaten des Bundesheeres, die beim Aufräumen in Bruck halfen.
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  • Bürgermeisterin Barbara Huber posierte für ein Erinnerungsfoto mit Soldaten des Bundesheeres, die beim Aufräumen in Bruck halfen.
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Mit 57 Prozent wurde Barbara Huber im März zur Ortschefin in Bruck gewählt. Die Muren waren eine erste Bewährungsprobe.

BRUCK. Barbara Huber (ÖVP), seit März neue Bürgermeisterin, hat gerade schwierige Tage im Amt erlebt. Durch den Starkregen ist es auch in ihrer Gemeinde zu Murenabgängen und Überflutungen gekommen. Es waren extreme Bedingungen: "Das Wasser ist mir bei den Gummistiefeln hineingeronnen, und meine Bergschuhe erkennt man gar nicht mehr", so Huber, die aber nie verzweifelt ist. "Das war eine Katastrophe, in Bruck mussten 13 Häuser evakuiert werden".

Einige Bewohner wurden im Seniorenheim untergebracht, andere konnten bei Freunden und Verwandten bleiben. "Die Evakuierungen haben die Profis sehr behutsam durchgeführt", so die neue Ortschefin, die der Feuerwehr ein großes Lob ausspricht. "Die Männer scheinen unendliche Kraft zu haben. Was mich wirklich beeindruckt hat, ist, dass sie die ganze Zeit ruhig und positiv geblieben sind."

Auf die Füße stellen

Was sie besonders schätzt: "Ich bin in dieser kritischen Situation von allen voll akzeptiert und ernst genommen worden." Das sei durchaus keine Selbstverständlichkeit, wie sie als eine der wenigen Frauen in diesem Amt feststellen musste. "Als Frau muss man sich erst beweisen und immer besser vorbereitet sein als die Männer", so Huber. "Anfangs ist es bei Sitzungen mit Kollegen vorgekommen, dass über mich in der dritten Person gesprochen wurde, als sei ich nicht anwesend, das war ziemlich krass."

Manche hätten sie unterschätzt. "Ich bin ein freundlicher Mensch, aber ich bin nicht nur die Nette, ich kann mich auch auf die Füße stellen, das lernt man als Alleinerzieherin mit zwei Kindern." Ihre Erfahrungen als alleinerziehende Mutter waren auch der Grund für sie, in die Politik einzusteigen - sie wollte sich mit ihrem Wissen auch für andere Mütter in schwierigen Situationen engagieren. Auch ihre Erfahrungen in der Pflegeberatung seien nun hilfreich, denn in der Arbeit habe sie viele Krisensituationen erlebt.

Doppelte Einsätze

Ihren Aufgaben als Bürgermeisterin widmet sie sich Vollzeit. Anfangs hat Huber noch zwei Tage in der Pflegeberatung gearbeitet, aber dieser herausfordernde Beruf sei mit dem Amt nicht vereinbar. Bruck weist mit dem Ortsteil St. Georgen eine Doppelstruktur auf. Das bedeutet zwei Volksschulen, drei Kindergärten, zwei Kirchen und Vereine aus Bruck und St. Georgen, die zu betreuen sind. Das macht ihr aber nichts aus, im Gegenteil. "Ich mache das sehr gern. Ich mag die Begegnung mit den Menschen" versichert Huber, deren Vater aus St. Georgen stammt.
Als Ortschefin ist sie nun für alle Belange der Gemeinde zuständig. "Ich war lange im Sozialbereich tätig und bin froh, dass ich noch so viele neue Bereiche kennen lernen darf und etwas bewegen kann."

Zusagen einhalten

Am meisten interessieren sie die Bauangelegenheiten. Mit den noch vorhandenen Flächen müsse man behutsam umgehen, neue Baumaßnahmen seien ein schwieriges Thema. Verdichten sei zwar gewünscht, aber nicht immer leicht umzusetzen. "Man muss ehrlich zu den Leuten sein und nicht zu viel versprechen. Was man zusagt, muss man aber auch einhalten, das wissen die Leute zu schätzen und sehen, dass man verlässlich ist."

Bürgermeisterin Barbara Huber posierte für ein Erinnerungsfoto mit Soldaten des Bundesheeres, die beim Aufräumen in Bruck halfen.
Die Bürgermeisterin in ihrem Büro. Ihre Einsatzjacke hängt noch griffbereit.
Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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