"Die Kinder sind gefährdet!"

Josef Salzmann an einer neuralgischen Stelle. „Beim Wenden muss nun immer rückwärts in die Schuleinfahrt eingebogen werden.“
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  • Josef Salzmann an einer neuralgischen Stelle. „Beim Wenden muss nun immer rückwärts in die Schuleinfahrt eingebogen werden.“
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Josef Salzmann, der Direktor der Musikhauptschule Zell am See, ärgert sich über eine neue Verkehrslösung - die Aufhebung des Einfahrtsverbotes in Richtung Bundesstraße in der Hypolithstraße - im Bereich der Schulen (VS, HS und Berufsschule) und sorgt sich um die Sicherheit der Kinder. Veranlasst wurde diese Aufhebung von der Zeller ÖVP. Verkehrsstadtrat Karl Streitwieser verteidigt die Maßnahme und sagt, dass alles mit der Schule abgesprochen sei. Salzmann: „Das stimmt so nicht.“ Empört ist auch die SPÖ Zell am See.

ZELL AM SEE. Eigentlich hätte es beim Pressegespräch der Zeller SPÖ „nur“ um den „Aktivplan 2011: Für ein sozial gerechtes Zell am See und Chancengleichheit für alle Generationen und Ortsteile“ gehen sollen. Doch eine Verkehrsmaßnahme, die in der Gemeindestube gegen die Stimmen der SPÖ beschlossen wurde, stößt Vize-Bgm. Andreas Wimmreuter, Stadtrat Christoph Mayr und GV Georg Pitter (letzterer vom Verkehrsausschuss) sauer auf.

„Das ist nicht durchdacht“
GV Georg Pitter: „Die Aufhebung des Einfahrtsverbotes ist nicht durchdacht und es entstand nun eine sehr problematische Situation bei der Zulieferung und Abholung der Kinder. Die Verkehrslösung, die im Jahre 2007 gefunden wurde, hatte ihren Sinn und wurde von Experten ausgearbeit. Wir fordern eine Wiedereinführung des Einfahrtsverbotes.“

Seitens der SPÖ ärgert man sich auch darüber, dass Stadtrat Karl Streitwieser von der ÖVP vor der Abstimmung auch behauptet habe, dass alle Schuldirektoren die Maßnahme begrüßen würden.

„Das Risiko ist nun erhöht“
Hauptschuldirektor Josef Salzmann ließ bereits am 11. Jänner 2011 dem Verkehrsausschuss ein Schreiben zukommen, in welchem er sein Erstaunen über die Veränderung und seine Erkenntnisse nach Beobachtung der neuen Verkehrssituation zum Ausdruck bringt.

Salzmann im BB-Gespräch: „Herr Streitwieser informierte mich und meine Stellvertreterin über ein geplantes - und, wie ich es auffasste - noch zu diskutierendes Maßnahmenpaket. Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass bereits eine Woche später die Einbahnregelung geändert wurde und auch Poller entfernt wurden, nicht aber die weiteren angedachten Maßnahmen wie ein Parkverbot und dessen Kontrolle oder eine Flashlight-Anlage beim Zebrastreifen in der Schmittenstraße. Ich habe nun die Situation eine Weile genau beobachtet und bin mir sicher, dass das Sicherheitsrisiko für die Kinder und auch andere Verkehrsteilnehmer erhöht wurde.“

„Eine Schnapsidee“
Karl Streitwieser ist empört: „Alles wurde auch mit Herrn Salzmann abgesprochen und dass bestimmte Maßnahmen erst im Frühling getätigt werden können, ist logisch.“ Ob es angesichts eines komplexen Maßnahmenpaketes denn nicht klüger gewesen wäre, auch mit der Aufhebung des Einfahrtverbotes bis zum Frühjahr zuzuwarten? Streitwieser: „Nein, denn durch diese Maßnahme ist die Zufahrt zur Tiefgarage für die Skifahrer einfacher geworden. Die vorherige Situation wurde von der Schmittenhöhebahn AG stets kritisiert und auch der ehemalige Zeller Polizei-Inspektionskommandant hatte die Einbahnregelung für eine Schnapsidee gehalten.“

„Man sollte darüber reden“
Josef Salzmann dazu: „Warum sollte man das Parkverbot und die Kontrolle darüber erst im Frühling einführen können? Grundsätzlich finde ich, man sollte über alles nocheinmal reden.“

Josef Salzmann an einer neuralgischen Stelle. „Beim Wenden muss nun immer rückwärts in die Schuleinfahrt eingebogen werden.“
GV Georg Pitter (SPÖ): "Wir fordern eine Wiedereinführung des Einfahrtsverbotes.“

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Autor:

Christa Nothdurfter aus Pinzgau

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