Landwirtschaft: Die Arbeitszeit als Basis für Förderungen

Robert Zehentner macht sich zahlreiche Gedanken über die Zukunft in der Agrarpolitik.
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  • hochgeladen von Christa Nothdurfter

PINZGAU/WIEN (cn). Robert Zehentner, bisher SPÖ-Abgeordneter im Landtag, wird genau an „Maria Lichtmeß“ - einst einer der wichtigsten Tage im Bauernjahr - im Bundesrat angelobt. Zehentner, der selber Landwirt in Taxenbach ist, präsentierte kürzlich die seiner Meinung nach wichtigsten Hausaufgaben, welche in Sachen Agrarpolitik zu erledigen sind bzw. wofür er sich in Wien einsetzen will.

Veraltetes System
In Sachen „Einheitswert“ als Bemessungsgrundlage für die Steuerleistung der Bauern weiß Zehentner, dass der Verfassungsgerichtshof dieses System (als Grundlage für den Einheitswert dient zum größten Teil die Leistungsfähigkeit des Bodens) als völlig veraltet ansieht. Zehentner möchte, dass Landwirte in Zukunft wie Gewerbetreibende behandelt werden, die bis zu einer Umsatzgröße von 400.000 Euro dem Finanzamt eine einfache Ausgaben- und Einnahmenrechnung vorlegen und darauf basierend jährlich neu bewertet werden.

Für 95 Prozent der Bauern
Zehentner: „Diese Regelung würde für rund 95 Prozent der Bauern zutreffen und die, die darüber liegen, müssen ohnehin jetzt schon eine Bilanzbuchhhaltung vorlegen. Und bis zu einem Jahresumsatz von 11.000 Euro sind - so wie bei allen anderen Bürgern - ohnehin keine Steuern zu zahlen.“

In Sachen Förderungen sieht der SPÖ-Politiker die Umstellung vom „Historischen Modell“ auf das „Regionalmodell“ als unumgänglich. Beim Regionalmodell würde jeder Bewirtschafter pro Hektar Fläche denselben Fördersatz erhalten. „Damit käme es österreichweit zu einem Ost-West-Gefälle zugunsten des Westens. Noch gerechter wäre es, in Zukunft die notwendige Arbeitszeit als Basis für Förderungen zu verwenden. Dies wäre ganz im Sinne von kleinen und mittleren Betrieben, Milchbetrieben und von Bergbauern.“

Bergbauern: Weniger Verdienst
Apropos Bergbauern: Zehentner sagt, dass die Einkommen der Bauern in den vergangenen Jahren zwar gestiegen sind, jenes der Bergbauern in extremen Lagen sei jedoch gesunken. Hier will er zusätzlich für gegensteuernde Maßnahmen im Förderbereich kämpfen.

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