Bürgerversammlung Saalfelden
Zubetonieren, verdichten, stetig wachsen

Das Ortszentrum erhält ein neues Gesicht: Im roten Kreis befinden sich die Häuser, die abgerissen werden sollen. Gelber Pfeil: Das Areal des alten Bauhofs
9Bilder
  • Das Ortszentrum erhält ein neues Gesicht: Im roten Kreis befinden sich die Häuser, die abgerissen werden sollen. Gelber Pfeil: Das Areal des alten Bauhofs
  • Foto: Daniel Chytra - Eagle Eye Camkopter
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger

Auf sehr breites Interesse der Bevölkerung stieß dieses Jahr die Bürgerversammlung in Saalfelden. Die Menschen drängten sich sogar am Gang um die Informationen aus der Stadtgemeinde zu hören.

SAALFELDEN (gud). Auffallendes Merkmal der Veranstaltung: Das Podium war nur männlich besetzt. Neun Politiker standen dem Publikum Rede und Antwort, darunter keine einzige Frau. Moderiert wurde der Abend ebenfalls von einem Mann. Immerhin wurde mehrfach Andrea Kupfner von der Stadtgemeinde gedankt, die die Veranstaltung organisiert hat.

Am Podium bei der Bürgerversammlung: Bürgermeister und Stadträte: Erich Rohrmoser, Gernot Aigner, Wolfgang Kultsar, Peter Gruber, Markus Bauhofer, Thomas Haslinger
  • Am Podium bei der Bürgerversammlung: Bürgermeister und Stadträte: Erich Rohrmoser, Gernot Aigner, Wolfgang Kultsar, Peter Gruber, Markus Bauhofer, Thomas Haslinger
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger


Die Stadträte berichteten wieder aus ihren jeweiligen Ressorts, die Redezeit war streng auf fünf Minuten begrenzt. In dieser kurzen Zeit mussten sie ihre wichtigsten Themen darstellen. Wie auch bei den Bürgerversammlungen der vorangegangenen Jahre stießen die Informationen aus dem Bauausschuss unter der Leitung von Gerhard Reichkendler (SPÖ) und dem Verkehrsausschuss von Ferdinand Salzmann (Grüne) auf das größte Interesse.

Saalfelden zubetonieren

Reichkendler berichtete über die zahlreichen Errichtungen neuer Wohnanlagen, was beim Publikum durchaus kritisch aufgenommen wurde. Es war von zupflastern die Rede, und dass Saalfelden den Verkehr nicht mehr bewältigen könne. "Für die Lebensqualität muss es etwas geben was nicht bebaut wird", meinte eine Zuhörerin und erntete dafür heftigen Applaus. "Es wird nicht alles zugebaut", so Bürgermeister Erich Rohrmoser. "Der Ort soll kontinuierlich wachsen, es wird jetzt verdichtet und nicht zugepflastert".

Veränderungen im Ortskern

Ein für die Zukunft von Saalfelden entscheidendes Projekt ist direkt in der Nähe des Rathauses geplant: Das ehemalige Huthaus Herzog soll abgerissen werden, dadurch kann eine Verbreiterung der Almerstraße erfolgen. So erhofft man sich eine deutliche Verbesserung der Stau-Situation, da Linksabbieger nicht mehr den ganzen Verkehr aufhalten. Die Stadt erwartet sich durch diese Maßnahme eine massive Aufwertung des Zentrums. In dem Areal soll auch das Traditionsgasthaus Liendlwirt weichen, wodurch auch diese schwierige Engstelle behoben werden kann.

Der Ortskern von Saalfelden wird sich aber auch durch den geplanten Bau des Congress-Hotels entscheidend ändern. Das neue Hotel entsteht auf dem Parkplatz hinter dem Congress-Center, der Baubeginn erfolgt im März 2020.

Nach wie vor ungeklärt bleibt die Frage nach der Nutzung des Areals des alten Bauhofs, das sich ebenfalls an prominenter Stelle im Zentrum befindet. Dieses Thema wird zwar jedes Jahr bei der Versammlung behandelt - aber stets mit dem Hinweis darauf, dass man noch nicht wisse, was damit geschehen soll.

Gefährliche Kreuzung bleibt

Bitte warten heißt es auch für die Bewohner in Kehlbach/Haid. Man sei bei der Lösung dieser gefährlichen Kreuzung mit der B311 noch keinen Schritt weiter gekommen, so Bgm. Rohrmoser. Die Gemeinde ist bestrebt einen einfachen Kreisverkehr zu errichten, da die Grundbesitzer keine zusätzlichen Flächen zur Verfügung stellen. Das Land plant eine größere Variante, in der Art eines sogenannten Weißwurst-Kreisverkehrs. Dafür stehe aber kein Grund zur Verfügung, erläutert der Bürgermeister.

Zur Frage nach einem brauchbaren regionalen Verkehrskonzept meinte Rohrmoser, jeder Einzelne müsse sich bei jeder Fahrt überlegen, ob er wirklich sein Auto braucht. Auch die Gäste sollten mit dem Zug in den Pinzgau auf Urlaub fahren.

Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

2 Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.