Eishockey - Zeller Eisbären
Eilmeldung: Der Eisbären-Vorstand tritt kollektiv zurück

Manfred Pfeiffenberger und Philip Wurzer verabschieden vom EKZ
2Bilder
  • Manfred Pfeiffenberger und Philip Wurzer verabschieden vom EKZ
  • Foto: Foto: EKZ
  • hochgeladen von Klaus Vorreiter

Manfred Pfeiffenberger: „Die Liga entwickelt sich schneller, als es dem Verein möglich ist“

ZELL AM SEE.  „Es war sicher eine der schwierigsten Entscheidungen, die wir drei bislang treffen mussten. Wir sind mit Leib und Seele Eisbären und haben in den vergangenen zwei Jahren mit voller Leidenschaft für den Verein gearbeitet. Aber die aktuellen Entwicklungen zwingen unsregelrecht zu diesem schmerzlichen Schritt - wir werden gesammelt als Vorstand zurücktreten“, so Obmann Manfred Pfeiffenberger, sowie die beiden Stellvertreter Philip Wurzer und Andreas Moreau unisono.

Die Hintergründe

Hauptgrund für den Rücktritt ist die Entwicklung der Alps Hockey League (AHL) und das damit zu stemmende Budget, also auch das wirtschaftliche Risiko das auf dem Vorstand lastet. Die AHL entwickelt sich in einer derart hohen Geschwindigkeit, dass wir als EKZ hier nicht Schritt halten können. Die Richtung lautet Profi-Betrieb und das können wir in Zell am See so nicht bewältigen“, sagt Manfred Pfeiffenberger. Die Teilnahme an der AHL und der damit in Verbindung stehende organisatorische Aufwand und das allgemein höhere Niveau in der Liga sprengen die organisatorischen, finanziellen und sportlichen Möglichkeiten in der Bezirkshauptstadt.

Wichtige Vereinsstützen brechen weg 

Die Organisation der Heimspiele basiert fast ausnahmslos auf ehrenamtlichen Helfern. Mehr Spiele bedeutet mehr Einsatz und mehr Helfer. „Es wird immer schwieriger Leute zu finden, die sich in den Dienst des Vereins stellen. Die wichtigsten Mitglieder aus dem internen Organisationsteam haben mit Ende der Saison ihr Amt niedergelegt. Es gibt faktisch kein OK-Team mit dem man aktuell weiterarbeiten kann“, so Manfred Pfeiffenberger.

Wachsendes Risiko trotz sehr positiver Entwicklung  Wie enorm die Ansprüche sind um in der Liga existieren zu können zeigt auch folgendes Bild: In denvergangenen beiden Jahren konnte das Budget um mehr als 40% erhöht werden - vor allem Dank der vielen Sponsoren und Kooperationen. Auch die Zuschauerzahlen sind stetig gestiegen. Eine enorm  positive Entwicklung möchte man meinen, „jedoch würde man im kommenden Jahr hochgerechnet noch einmal zusätzlich 15 % des Vorjahresbudget mehr benötigen, um den Ansprüchen in der Liga gerechtwerden“, so Manfred Pfeiffenberger. In Summe ist das Risiko der persönlichen Haftung,

Vorstandsmitglieder tragen, zu hoch - Kein Nachwuchs, viele Abgänge

Neben der Organisation kämpft auch der Kader mit ähnlichen Symptomen: Die vielen Abgänge, beziehungsweise Karriereenden nach der heurigen Saison sind aus Sicht des aktuellen Vorstands schwer zu kompensieren. Speziell um die Stammspieler Franz Wilfan, Christoph Herzog, Martin Oraze und Florian Aigner nachzubesetzen, müsste man in der kommenden Saison tief in die Tasche greifen. „Zudem schmerzt, dass von den jungen Cracks nur Tobias Dilsky den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft hat. Es wird noch einige Jahre dauern, bis wieder „Zeller“ in die Kampfmannschaft aufrücken, zumal das eine oder andere Talent in Akademien ausgewandert ist, um dort sein Glück zu versuchen. Ohne dem nötigen „Eigengewächs“ wird es schwierig und vor allem teuer, eine Kampfmannschaft zu etablieren“, sagt Philip Wurzer.

Neuer Vorstand?

Um eine Weiterführung des Spielbetriebs in der AHL zu gewährleisten, müsste sich noch im April ein Vorstand formieren, der in erster Linie die schwierigen budgetären und organisatorischen Ansprüche auf Schiene bringt. Eine detaillierte Übergabe aller Agenden an einen neuen Vorstand wird natürlich noch vom derzeitigen Vorstand übernommen. Die Finanzen sind im Plus, der Verein hat keine Schulden. Der aktuelle Vorstand bedankt sich bei allen Fans, Spielern, dem Beirat, allen Helfern sowie natürlich Sponsoren, Partnern und Medien für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren.

Manfred Pfeiffenberger und Philip Wurzer verabschieden vom EKZ

Telegram anmelden

Die aktuellsten lokalen Nachrichten -
direkt auf dein Smartphone!


Telegram anmelden



Autor:

Klaus Vorreiter aus Pinzgau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen