Eine inszenierte Natur bringt Geld und Gäste

Leo Bauernberger, Maria Hofer und Studienautor Arnold Oberacher.
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ST. JOHANN. Menschen suchen einen neuen Zugang zur Natur - den müsse man ihnen bieten, meinte Leo Bauernberger, Chef von Salzburg Land Tourismus (SLT), bei der jährlichen Strategietagung der Sommer-Bergbahnen in St. Johann. "Berge sollen nicht nur für Freaks und Sportler interessant sein. Der Zugang zum Berg muss auch für Nicht-Trainierte bequem möglich sein", so Bauernberger.

Die Initiative "Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen" will diese Urlauber mit attraktiven Angeboten gewinnen. Sie ist 2001 aus einer Notsituation entstanden. Für viele Betriebe rentierte es sich nicht im Sommer offen zu halten, aber die Infrastruktur nur im Winter zu nutzen war unrentabel. Zusperren oder investieren lautete die Devise. 51 Bergbahnen schufen spezielle Angebote für den Sommer. Mit Erfolg, wie nun eine Studie anschaulich dokumentiert. Ferienregionen mit Sommer-Angeboten der Seilbahnunternehmen verzeichnen ein Gäste-Plus. Die Auslastung der Betten hat sich um 53 % erhöht, die Aufenthaltsdauer ist gestiegen. Die Inszenierung führt zum Erfolg, sind sich die Vertreter der Bergbahnen daher einig. "Den Gästen muss die Natur 'schmackhaft' gemacht werden. Die Natur bleibt trotzdem großteils unberührt. Wir verschandeln die Natur nicht".

Von den 13 Salzburger Sommerbergbahnen befinden sich acht im Pinzgau: Aberg-Hinterthal, Gletscherbahn Kaprun, Schmittenhöhe, Leogang, Hochkönig, Rauris und Saalbach Hinterglemm (wo sich gleich zwei Themenberge befinden). Die meisten dieser Betriebe waren bereits bei der Gründung dabei.

Strenge Kriterien zur Zertifizierung:

Für die Zertifizierung als "Beste Österreichische Sommer-Bergbahn" gibt es fünf Kategorien: Abenteuer, Familie, Kunst- und Kultur, Genuss, Natur- und Panoramaerlebnis, auf welche sich die Bahn spezialisieren kann. Den Gästen wird durch diese Kennzeichnung "Erlebnis garantiert". Ein Kriterienkatalog stellt sicher, dass diese spannende und außergewöhnliche Angebote erwarten können, die etwas Besonderes darstellen. Die Basiskriterien sorgen dafür, dass auch störende Elemente der Wintersaison, wie Skiständer etc., entfernt sein müssen. Ein einheitliches Bild, von der Deko bis zu den Infotafeln, prägt das Auftreten als Sommerbergbahn.

Die Inszenierungen müssen nicht nur einfallsreich, sondern auch authentisch sein. "Über jedes Tal ein Flying Fox wäre mir zu unkreativ", so Leo Bauernberger (SLT). Das könne bei einem einzelnen Standort Sinn machen, aber das Ziel seien naturnahe und berggerechte Angebote wie die Nutzung der Speicherteiche. "Inhaltlich zählt weniger die Menge an Angeboten, als die Zeiteinheit – d.h. wie lange ist der Gast am Berg beschäftigt? Aber zwei Mal im Sommer ein Konzert zu veranstalten ist zu wenig. Es muss sich um ein Programm handeln, das ständig zur Verfügung steht."

Die Schmittenhöhebahn ist die derzeit einzige Sommer-Bergbahn, die als „Kunst- und Kulturberg“ zertifiziert ist. Wander- und Kunstinteressierte finden 25 verschiedene Skulpturen am Weg zum Gipfel auf 2.000 Metern.

Siehe: Kommentar

Leo Bauernberger, Maria Hofer und Studienautor Arnold Oberacher.
Christian Baumann, Leo Bauernberger, Arnold Oberacher Wolfgang Hetteger.

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Autor:

Gudrun Dürnberger aus Pinzgau

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