Bilanz 2020
Hilfswerk hat Corona-Zeit im Pinzgau gut bewältigt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hilfswerk im Pinzgau arbeiten vorwiegend mit einer besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe. Diese galt es auch während der Corona-Pandemie bestmöglich zu schützen.
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  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hilfswerk im Pinzgau arbeiten vorwiegend mit einer besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe. Diese galt es auch während der Corona-Pandemie bestmöglich zu schützen.
  • Foto: Hilfswerk Salzburg (Archiv)
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"Auch in herausfordernden Zeiten sind wir für Menschen da, die Hilfe brauchen", sagt Elke Schmiderer, Regionalleiterin des Hilfswerks im Pinzgau im Hinblick auf das vergangene Jahr.

SAAFELDEN. Als größter sozialer Dienstleister des Bundeslandes im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung spürte das Hilfswerk Salzburg die Corona-Pandemie besonders stark. Denn: "Wir arbeiten mit einer besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe – nämlich überwiegend älteren und kranken Menschen", so Elke Schmiderer, Regionalleiterin des Hilfswerks im Pinzgau.

Covid-Spezialteams im Einsatz

Diese Personen wurden von Beginn an als Risikogruppe eingestuft. Das Hilfswerk reagierte schnell: "Wir haben sofort Schutzmaßnahmen ergriffen und Schulungen gemacht. Um der großen Unsicherheit entgegenzuwirken, gab es ein eigenes Covid-Koordinationsteam, unsere Mitarbeiter wurden laufend informiert. Um unser Betreuungsangebot zu sichern, kümmerten sich außerdem 'Covid-Spezialteams' um infizierte Klienten", schildert Elke Schmiderer.

Das Hilfswerk Pinzgau konnte alle Betreuungsangebote – von der Kinderbetreuung bis zur Pflege und Betreuung von Senioren – auch im Corona-Jahr 2020 sicherstellen. Am Foto: Tagesmutter Ingrid Hasenauer aus Saalfelden mit David, Moyo und Vanessa.
  • Das Hilfswerk Pinzgau konnte alle Betreuungsangebote – von der Kinderbetreuung bis zur Pflege und Betreuung von Senioren – auch im Corona-Jahr 2020 sicherstellen. Am Foto: Tagesmutter Ingrid Hasenauer aus Saalfelden mit David, Moyo und Vanessa.
  • Foto: Hilfswerk Salzburg/2019
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Engagement der Mitarbeiter

Sie hebt auch hervor, mit welch großem persönlichen Einsatz die Mitarbeiter um das Wohl der Klienten bemüht waren. "Ich bin wirklich stolz auf unsere Mitarbeiter, die mit so viel Verständnis auf die Maßnahmen und Restriktionen reagierten und so halfen, die Betreuung nicht abreißen zu lassen." Zusätzlich sei es zu keiner Ansteckung von Mitarbeitern während der Arbeitszeit gekommen, freut sich Elke Schmiderer. "Alle sind extrem vorsichtig und verzichten für die Sicherheit ihrer Klienten auch privat auf sehr viel", sagt sie.

Essen auf Rädern: Auch in Pandemie-Zeiten bekam jeder rechtzeitig sein Essen. Um "gefährdete Essensfahrer" zu entlasten, sprangen Zivildiener, jüngere Freiwillige, Gemeinde-Mitarbeiter und andere Hilfswerk-Mitarbeiter ein.
  • Essen auf Rädern: Auch in Pandemie-Zeiten bekam jeder rechtzeitig sein Essen. Um "gefährdete Essensfahrer" zu entlasten, sprangen Zivildiener, jüngere Freiwillige, Gemeinde-Mitarbeiter und andere Hilfswerk-Mitarbeiter ein.
  • Foto: Hilfswerk Salzburg
  • hochgeladen von Johanna Grießer

Wichtige soziale Kontakte

Das sei von großer Bedeutung, weil die derzeit 278 Hilfswerk-Mitarbeiter oft nicht nur die Pflege und Betreuung übernehmen, sondern auch – gerade in Zeiten der Pandemie – wichtige soziale Kontakte darstellen. "Leider waren diese sozialen Kontakte nicht immer ohne Einschränkungen möglich", bedauert Elke Schmiderer. Um persönliche Kontakte so gut es ging zu ermöglichen, wurde das Haus der Senioren in Uttendorf mit Tablets zur Videotelefonie ausgestattet. Trotzdem stellten die Einschränkungen für Mitarbeiter, Kunden und deren Angehörige eine Herausforderung dar.

Umsatz im Jahr 2020

"2020 hat aufgezeigt, dass soziale Dienstleistungen unverzichtbar sind", erläutert Elke Schmiderer. Dementsprechend stabil war auch das vergangene Wirtschaftsjahr: Es wurde ein Umsatz von 12,1 Millionen Euro erzielt – über die Hälfte davon in der mobilen Pflege und Betreuung.

"Wir sind sicher"

"Der Pinzgau ist sehr stark tourismusgeprägt", weiß Elke Schmiderer. Viele Angehörige waren jetzt lange daheim und kümmerten sich selbst um Familienmitglieder mit Betreuungsbedarf. Aber: "Auch Angehörige brauchen Verschnaufpausen", betont die Hilfswerk-Regionalleiterin und weist darauf hin, dass das Hilfswerk "jederzeit eine sichere Betreuung" anbieten kann. Um auf die erhöhte Nachfrage zu reagieren, gibt es seit Herbst 2020 auch eine stundenweise Entlastung (drei bis sechs Stunden) von pflegenden Angehörigen.

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Optimistisch in die Zukunft

Nach über einem Jahr im Zeichen der Pandemie freue man sich beim Hilfswerk jetzt auf eine gewisse Rückkehr zur Normalität und auf neue Projekte, die nichts mit Corona zu tun haben. So ist unter anderem eine spannende Ferienaktion geplant:

Spannende Ferien, buntes Programm

In den Sommerferien führt das Hilfswerk heuer zwei große Betreuungsaktionen für Kinder von sechs bis zehn Jahren durch. Von 26. Juli bis 6. August können sie verschiedenste Sportarten ausprobieren – etwa Fußball, Tennis, Schwimmen, Klettern oder Biken.

Die zweite Aktion von 9. bis 20. August verspricht Erlebnistage am Bauernhof. "Wir wollen ein Bewusstsein für Regionalität schaffen", so Elke Schmiderer. Neben Bauernhöfen werden auch Wälder, Almen oder Käsereien erkundet. "Natürlich kommt bei beiden Aktionen auch der Spaß nicht zu kurz", sagt die Regionalleiterin.

Neben sportlichen Aktivitäten sollen bei der Ferien-Aktion des Hilfswerks auch Spiel und Spaß im Vordergrund stehen.
  • Neben sportlichen Aktivitäten sollen bei der Ferien-Aktion des Hilfswerks auch Spiel und Spaß im Vordergrund stehen.
  • Foto: Hilfswerk Salzburg (Archiv)
  • hochgeladen von Johanna Grießer

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