Schule 2.0 - die Tourismusschule in Bramberg

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BRAMBERG. Über eine „glatte Fünf“ herrscht in einer Schule meist nur wenig Freude. Anders in der Tourismusschule Bramberg, dort ist Erich Czerny seit glatten fünf Monat als Direktor im Einsatz. Das Bezirksblatt drückte mit dem Krimmler Ortschef und Mittersills Bürgermeister Wolfgang Viertler einen Tag lang die Schulbank. Für die Bildungseinrichtung selbst gab es dabei eine glatte Eins.

Tourismusschwerpunkt

Jener im Oberpinzgau ist der jüngste der vier Tourismusschulstandorte der Salzburger Wirtschaftskammer und der erste ihrer Art im Pinzgau. Ein wichtiger Meilenstein, denn immerhin ist der Bezirk eine Tourismushochburg und benötigt entsprechend gut ausgebildetes Personal.

Eine eigene Philosophie

„Willkommen an Bord. Viel Spaß beim First Class-Schnupperflug“, begrüßen Czerny und Viertler den BB-Redakteur. Zugegeben: Für den Empfang in einer Schule eine durchaus ungewöhnliche Begrüßung. Gerade das weckt aber Interesse, auch bei den potentiellen Schülern, wenn wir die Schule vorstellen“, sagt der Direktor. Es folgt eine kurze Präsentation bei der man das Gefühl hat im Cockpit zu sitzen und sich auf eine Reise zu begeben, bei der auf innovative Art und Weise das Ausbildungs-Angebot und auch Philosophie der Bildungseinrichtung vermittelt wird. Schlendert man durch die Gänge und in die Klassenzimmer umgibt einen ein Hauch von Internationalität. Vor allem auch deswegen, weil es - ganz USA-like - eine eigene Schuluniform gibt. „Den Schülern gefällts und es vermittelt auch optisch eine wichtige Botschaft: Bei uns sind alle gleich, bei uns haben alle die gleichen Chancen“, so Czerny.

Matura und Aufbaulehrgang

Mit dem aktuellen Schuljahr bestreitet man in Bramberg einen neuen Weg: Neben einer dreijährigen Hotelfachschule und dem dreijährigen Aufbaulehrgang für Tourismus gibt es die fünfjährige Lehranstalt für Tourimus mit Matura. Vertiefend dazu werden Spezialzweige wie „Nachhaltiger Tourismus“, „E-Tourism“ und „Management & Finanz angeboten. Besonders attraktiv: Beim Aufbaulehrgang finden Fachschüler und Lehrabsolventen die Möglichkeit, um sich mit der Matura berufliche und univesitäre Möglichkeiten offen zu halten. „Die einzelnen Lehrgänge sind vor allem praxisorientiert. Der Markt ändert sich rasend schnell, es gibt immer wieder veränderte Rahmenbedingungen. Hier in Bramberg werden die Schüler perfekt auf diese spezielle Schnelllebigkeit vorbereitet. Vor allem auch was Marketing und technische Voraussetzungen betrifft. Den Schülern stehen mit dieser Ausbildung viele Türen offen, nicht nur im Tourismus“, streut Mittersills Bürgermeister Wolfgang Viertler dem Schulkonzept Rosen. Und tatsächlich: Allein was die Marketingmaßnahmen bei Schulbällen und schuleigenen Events bzw. Abschlussprojekten angeht, stehen die jungen Leute professionellen Agenturen nicht um viel nach. In den Top-ausgestatteten EDV- und Techniksälen wird an Konzepten gefeilt und diese auch in die Praxis umgesetzt. Plakate, Flyer, Fotoshootings, Websites, ja sogar eigene TV-Spots werden von den Schülern produziert.

Schule 2.0

Was die Gastro-Ausbildung angeht wird auf Top-Ausbildner gesetzt. So schwingt etwa niemand geringerer als Top-Koch Alexander Forbes den pädagogischen Kochlöffel. In einer blitzblanken Hight-Tech-Küche wie sie sich wohl viele Gastronome wünschen würden wird gelehrt. Damit auch alle sehen was passiert, übertragen installierte Kameras das Geschehen am Herd auf Flat-Screens, bei Bedarf kann man sich gewisse Vorgänge nochmal und in Zeitlupe ansehen - Schule 2.0 quasi.

Praktika

Praxis wird groß geschrieben, dafür stehen auch die außersschulischen Maßnahmen. „Von der Nilpferdfarm im entfernten Afrika bis zum Promi-Club im nahegelegenen Kitzbühel - die Schüler haben bereits die verschiedensten Praktika absolviert und können so Erfahrung sammeln, nicht nur beruflich, man lernt ja bekanntlich fürs Leben“, so Czerny.
Siehe auch
ts-salzburg.at

Autor:

Klaus Moser aus Pinzgau

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