Schließung Aluminiumwerke Lend
Tschechische Eigentümer zu Gesprächen bereit

AK-Präsident Peter Eder setzt sich für die Mitarbeiter der Aluminiumwerke Lend ein.
  • AK-Präsident Peter Eder setzt sich für die Mitarbeiter der Aluminiumwerke Lend ein.
  • Foto: AK/Neumayr; BB Archiv (Montage)
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger

LEND. Arbeiterkammerpräsident Peter Eder stammt selber aus Lend und ist  bestürzt über die unerwartete Schließung der Aluminium-Produktion in seiner Heimatgemeinde. Er setzt sich nun vehement für die 60 von der Kündigung betroffenen Mitarbeiter ein. 

"ES gibt morgen Gespräche mit den Eigentümern, ich hoffe, dass sich dann die Nebel lichten", so Eder. "Der Betriebsrat hat mit Unterstützung der Gewerkschaft ein Schreiben an die Eigentümer geschickt. Darin wurden Konsequenzen angekündigt, wie die Einstellung der Produktion, das hat offensichtlich gefruchtet. Sie haben heute reagiert und für morgen ein Treffen vereinbart", schildert der Chef der Arbeitnehmervertreter.  

Die tschechische MTX-Gruppe, die das Aluminiumwerk erst vor knapp eineinhalb Jahren übernommen hat, gab völlig überraschend bekannt, dass die Gießerei mit Jahresende geschlossen werde. Die Gründe dafür sind völlig unklar. Der Betriebsrat wurde davon erst am Dienstag schriftlich informiert, die Eigentümer waren bis heute allerdings nicht erreichbar. Die Betroffenen hoffen nun, dass die Gespräche morgen endlich Klarheit bringen.

Umschulungen geplant

Peter Eder hat inzwischen auch bereits mit dem AMS Kontakt aufgenommen und die Möglichkeit einer Stiftung besprochen. Den Mitarbeitern sollen Umschulungen ermöglicht werden. "Es haben sich auch bereits Firmen aus anderen Branchen gemeldet, die Betroffene aufnehmen wollen", schildert Eder. "Die Gießerei ist zwar ein Spezialbereich, aber es kann sicher erfolgreiche Umschulungen geben, da sehe ich gute Möglichkeiten", zeigt sich der Präsident optimistisch. Für manche Arbeiter sei eine komplett neue Ausbildung eine Option, einige könnten auch ihren erlernten Beruf  wieder ausüben.  "Da gibt es Tischler, die in die Gießerei gegangen sind, die aber wieder in ihrer Branche anfangen könnten."

Er wünsche sich jedenfalls volle Unterstützung seitens der Politik zur  Ausarbeitung eines Sozialplans oder einer Stiftung, so der AK-Präsident. Morgen wisse man mehr. Man werde jedenfalls das Beste für die Betroffenen herausholen.

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