Corona
Weißsee Gletscherwelt beantragt Mittel aus dem Sondertopf des Landes

Corona: Die Weißsee Gletscherwelt rechnet mit einem Verlust von einer halben Million Euro und wird deshalb Mittel aus dem Sondertopf des Landes für die Tourismus- und Seilbahnwirtschaft beantragen.
  • Corona: Die Weißsee Gletscherwelt rechnet mit einem Verlust von einer halben Million Euro und wird deshalb Mittel aus dem Sondertopf des Landes für die Tourismus- und Seilbahnwirtschaft beantragen.
  • Foto: Weißsee Gletscherwelt
  • hochgeladen von Theresa Kaserer

Die Weißsee Gletscherwelt rechnet mit einem Verlust von einer halben Million Euro aufgrund der aktuellen Situation. Deshalb wird der Geschäftsführer Mittel aus dem Sondertopf des Landes für die Tourismus- und Seilbahnwirtschaft beantragen. 

UTTENDORF. Die Weißsee Gletscherwelt ist neben Obertauern und Kaprun eines von drei Höhen-Skigebieten in Salzburg. "Uns fehlen daher noch fünf gute Wochen mit Skifahrern und Tourengehern", informiert Wilfried Holleis, Geschäftsführer der Weißsee Gletscherwelt. "Daher werden auch wir Mittel aus dem Sondertopf des Landes für die Tourismus- und Seilbahnwirtschaft benötigen und entsprechend beantragen."

Nach der im Vorjahr aufgrund von Schneemassen erzwungenen Sperre der Zubringerstraße (Stubachtal-Landesstraße) sei das der zweite Rückschlag binnen fast eines Jahres, so Holleis weiter. Auch im Vorjahr konnten eine Zeit lang keine Gäste beherbergt werden – damals wie heute aufgrund höherer Gewalt.

Verlust: 0,5 Millionen Euro

Wilfried Holleis appelliert daher an die Landespolitik: "Es kann nicht sein, dass nur die 'Großen' bedient werden, es muss auch Geld für kleinere Skigebiete wie uns vorhanden sein." Die aktuelle Situation sei eine besondere Herausforderung für die Weißsee Gletscherwelt, so Holleis.

"Wir rechnen mit einem Verlust von rund einer halben Million Euro, weil das Drei-Sterne-Plus-Hotel 'Rudolfshütte' auch diesen Winter perfekt gebucht war." Auf der Rudolfshütte verzeichnet die Weißsee Gletscherwelt rund 50.000 Nächtigungen jährlich, 30.000 davon im Winter. 

Maßnahmen aufgrund der Corona-Situation:

  • Alle Saisoniers mussten aufgrund der behördlich verordneten Schließung abgemeldet werden. Es wird geprüft, ob für 13 Mitarbeiter der Seilbahn das neue Kurzarbeitszeitmodell in Anspruch genommen wird.

  • Ende April ist der Spatenstich für den Bau von 40 neuen Zimmern, einer Top-Wellness-Anlage und einer Kegelbahn geplant. Sollte die Ausnahmesituation länger andauern, muss die 4-Millionen-Euro-Investition verschoben werden.
  • Die neue Elektronik für die Seilbahn wird jedenfalls in den nächsten Monaten eingebaut (Kosten rund 1 Mio. EUR), da es für die Konzessionsverlängerung relevant ist.
  • Alle Camps für Freerider und Skitourengeher, die bis Mitte April ausgebucht waren, mussten abgesagt werden.

Normalerweise arbeiten rund 60 Mitarbeiter im Hotel Rudolfshütte und im Skigebiet. Die Seilbahner werden nun die alljährliche technische Revision der Anlage früher durchführen und sich um normale Instandhaltungsarbeiten kümmern.

Weil die Weißsee Gletscherwelt für Tagesskifahrer aufgrund der doch ansprechenden Anfahrt durch das Stubachtal nicht so attraktiv ist, hat der Bau von weiteren Gästebetten im Gebiet Priorität. Wilfried Holleis: "Ein entsprechendes Projekt für den Bau von Unterkünften auf der Mittelstation „Grünsee“ liegt mittlerweile beim Verwaltungsgerichtshof zur Entscheidung. Die Raumordnungsbehörden verweigern uns seit Jahren ihre Zustimmung."

Nach aktuellem Stand nimmt die Seilbahn ihren Sommerbetrieb planmäßig am 18. Juli auf und fährt bis 13. September täglich von 9 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr.

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Autor:

Johanna Grießer aus Pinzgau

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