17.10.2014, 12:51 Uhr

Voll coole Aha-Erlebnisse

Nationalpark-Rangerin Maria Kirchner mit zwei interessierten Schülerinnen. (Foto: NPHT / Ferdinand Rieder)

"Mama, keine Erdbeeren im Winter!" - Kinder, die das rufen, waren wahrscheinlich in der Klimaschule.

PINZGAU (cn). In der VERBUND-Klimaschule engagieren sich zum einen die Verwaltung des Nationalparks Hohe Tauern und zum anderen der VERBUND, welcher das Projekt finanziert. Die Freude über den Regionalitätspreis, welcher in der Kategorie "Bildung & Forschung" gewonnen wurde, ist auf beiden Seiten groß.

Bewusstseinsbildung

Doch worum geht es in der Klimaschule? Hinter dem Ganzen steht vor allem der Begriff "Bewusstseinsbildung". Das klingt zwar etwas sperrig, beschert den Kindern jedoch großen Spaß und viele Aha-Erlebnisse: Mit Hilfe von spannenden Experimenten, Verkehrszählungen oder beim gemeinsamen Lebensmittelcheck lernen die jungen Leute, dass ihre täglichen Handlungen und Gewohnheiten vielfältige Auswirkungen nicht "nur" auf das Klima haben, sondern in weitere Folge auch das Leben von anderen Menschen mitbestimmt.

Viel "Mundpropaganda"

Wolfgang Urban, der Direktor des Nationalparks Hohe Tauern im Bundesland Salzburg, kann über beeindruckende Erfolge berichten: "Die Umweltbildung gehört zu unseren Aufgaben. Ganze 74 Prozent der 10- bis 14-jährigen Schüler gaben im Rahmen einer Evaluierung an, dass sie während oder nach dem Besuch der Klimaschule in ihrer Familie und bei Freunden über den Klimaschutzgedanken geredet haben. Und Rückmeldungen aus den Volksschulen ergeben, dass 89 Prozent von 645 befragten Schülern der Klimaschul-Unterricht sehr gut und weiteren zehn Prozent gut gefallen hat."

Die Schule in der Schule

Die VERBUND-Klimaschule ist aber kein Platz, an den die Schüler hinkommen, sondern hier begibt sich sozusagen die Schule in die Schule. Insgesamt 15 Nationalpark-Ranger unterrichten altersangepasst an vier Tagen hintereinander Schüler ab der 4. Volksschulklasse bis hin zur 10. Oberstufenklasse. Manche Lehrinhalte finden auch außerhalb des Schulgeländes statt - zum Beispiel der Lebensmittelcheck. Dabei werden die Kinder für die Vorteile von saisonalen und regionalen Esswaren sensibilisiert.

Weiterführende Projekte

Sehr engagiert zeigen sich dabei oft auch die Pädagogen an den Schulen: Sie starten im Anschluss an die Klimaschule oft weiterführende Projekte; zum Beispiel hinsichtlich einer gesunden und sinnvollen Jause.

Weitere Bildungsangebot des Nationalparks Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern hat für Schulen auch noch andere Angebote in petto: Die Wasserschule, die Nationalparkwerkstatt im Nationalparkzentrum in Mittersill sowie für Exkursionen die zahlreichen Nationalpark-Ausstellungen.
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.