27.06.2016, 09:11 Uhr

„Ausstellung Hausrat“ - alte gebrauchte Gegenstände im Samplhaus in Bramberg

Die Ausstellung zeigt Gebrauchsgüter, die im Samplgut (also im Haus und in der Rem) aufbewahrt wurden. Und die Besucher erwartet eine Reise durch über 100 Jahre persönlicher Geschichte.
Dank beider Frauen Maria (Moidl) und Martha Nindl, ermöglicht es uns heute, ihren einfachen Hausrat auszustellen und es vermittelt eine Zeit, in der nur wenig zu Verfügung stand und man mit den einfachsten Dingen das Leben meistern musste und sogar auch konnte.
Das Samplgut (erstmals im 15. Jhd. erwähnt) erging vor 9 Jahren in den Besitz von Frau Christine Hochwimmer. Ein erster Gedanke bei der Übernahme des alten Samplgutes war - doch das eine oder andere zu "entrümpeln“. Die Sorgfalt und Liebe, mit der die Vorbesitzerinnen den Hausrat und ihr kleines Anwesen betreuten brachte dann aber doch die Entscheidung, es für die Nachwelt im Sinne einer archäologischen Fundstelle aufzubewahren.
Neben dem Kochgeschirr, Nähzeug mit allmöglichen Zubehör, alten Decken, die sogenannten Goiter, Leinentücher in verschiedensten Variationen, Bücher, religiöse Dinge wie Weihwassergeschirr, mundgeblasenen Vasen, wunderschöne verzierte Gläser, Malerrollen, Waschzubehör bis hin zu der Waschküche und vieles mehr laden zum Verweilen ein.
Man hat den Eindruck, dass die Moidl und die Martha nichts weggeworfen haben - denn man hätte es ja noch einmal brauchen können. Oder es wurde als Andenken aufbewahrt – als Erinnerung
Was passiert mit Geschichten, die mit den Gegenständen verbunden sind, wenn die Menschen sterben?" Die Frage stellt sich auch uns, was würden wir tun: Aufbewahren, Wegwerfen, Einordnen oder Archivieren.
Mit der Ausstellung der Objekte beginnt wieder eine neue Geschichte, und die Besucher nehmen diese Eindrücke mit nach Hause und die Geschichte wird damit wieder lebendig.
Das Samplhaus mit seinen Kleinoden, sei es der Bauerngarten, das Flachs- und Mohnfeld, der Erdäpfelacker, die alten Obstbäume, der Heustadel, die Sonnenuhr, die Windharfe, die Hochbeete, der Bildstock bis hin zur neuen Schindelhütte vermitteln ein Lebensgefühl, das uns einlädt es wieder zu entdecken und die Schönheit darin zu erkennen.
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