26.01.2014, 15:52 Uhr

Drei-Hauben-Küche beim 1. Festschmaus der "Rollenden Herzen"

Das Dessert aus Weihnachtsmännern

Text: Verein "Rollende Herzen"
Fotos: Figaro - CM

ZELL AM SEE. Drei Hauben für Harry Wuthe, den Chef des Flughafenrestaurants und sein Team gab es Donnerstagabend beim 1. Rollenden Herzen Festschmaus in Zell am See!

„Das sind 3 Hauben der besonderen Art“, so erklärte Tina Widmann, die Initiatorin dieses Festes und Obfrau der Rollenden Herzen den über 70 geladenen Gästen. „Ich habe auf unserer Rollenden Herzen Facebook-Seite meinen Traum gepostet. Eine Einladung zu einem Essen für Menschen, die sich das Essengehen halt nicht so einfach leisten können, und zwar gekocht aus Lebensmitteln, die wir von den Märkten abholen dürfen, weil sie sonst weggeworfen werden müssten und aus solchen, die wir gespendet bekommen.

(Das Team der Initiative „Rollende Herzen – verteilen statt wegwerfen“ verteilt mittlerweilen über 1 Tonne Lebensmittel im Monat in allen 28 Pinzgauer Gemeinden an über 300 sozial schwache Menschen gratis direkt beim Rollenden Herzen Bus, in Hauszustellungen sowie an soziale Institutionen und plant auch im Pongau gemeinsam mit Herbert Gschwendtner, Tennengau und Lungau aktiv zu werden)

„Die 1. Haube erhält Harry Wuthe für sein soziales Engagement, er hat sich sofort bei mir gemeldet und sein Restaurant, seine Zeit, Kochkunst und sein Team kostenlos zur Verfügung gestellt!“, strahlt die Obfrau der Rollenden Herzen.
„Die 2. Haube steht für die Kreativität ein Menü aus den gespendeten Waren zu zaubern. Die MitarbeiterInnen unserer Lieferanten Merkur, Billa und Spar haben uns über eine Woche lang geholfen Waren, die weggeworfen würden, zu sammeln. Fisch, Schlagobers, Joghurt, Milch, Topfen, Brot, Gemüse, Obst, Kuchen, Weihnachtsmänner,………. Das Mehl und Knödelbrot lieferte die Bäckerei Färbinger und die Firma Landleben. Michael Walter von der JUMAgroup spendete uns feinstes Wildfleisch.

So entstanden ein Vorspeisenteller, eine Gemüsekartoffelsuppe, Wildragout mit Knödel und Orangenpreiselbeeren sowie Dessertvariationen. Für die Mousse au Chocolate wurden zum Beispiel über 70 Weihnachtsmänner entkleidet und für ihre neue Bestimmung eingeschmolzen“, erklärt Tina Widmann, deren ganze Familie bei den Vorbereitungen geholfen hat.
Die 3. Haube stand für die Güte der Speisen und wurde erst nach dem Essen verliehen, dem Lärmpegel der Beifallsbekundung nach war sie mehr als verdient.
Verdursten musste an diesem Abend keiner, dafür sorgte Roland Feuerhuber persönlich mit den Getränkespenden vom Hofbräuhaus Traunstein sowie Sebastian Siss und Karl Horvath vom Weingut Mad, Haus Marienberg.
Neben angeregten Gesprächen und feiner Kulinarik kam auch musikalischer Genuss nicht zu kurz, dank Erika Miesl mit ihrem Trio.

Für den reibungslosen Ablauf garantierten 4 „Taxifahrer“ und die Mädchen der Projektgruppe der Landesberufsschule Zell am See, welche die Deko sehr „herzlich“ gestalteten und beim Servieren top waren.

Thomas Römiger, der dreifache Schiweltmeister bei den organtransplantierten WettkämpferInnen, unterstützte den Rollenden Herzen Festschmaus von Anfang an als Mann für alle Fälle mit seiner Familie.

Zur Frage, wie es weitergeht, meinte Tina Widmann: „Wer mich kennt, weiß, dass ich nichts von Glühwürmchentaktik halte, einmal aufglühen und das war´s! Ich stehe für Nachhaltigkeit! Natürlich wird es den 2. Rollenden Herzen Festschmaus geben, einige Gäste wollten sich gleich schon dazu anmelden!“

Und Michael Walter, Geschäftsführer der JUMAgroup, tatkräftiger Unterstützer und „Wildfleischlieferant“ der Rollenden Herzen gab noch eins drauf: „Wir werden alles daran setzen, die Rollenden Herzen auch im Pongau, Lungau und Tennengau ins Leben zu rufen!“

„Ich stehe voll hinter der Initiative „Rollende Herzen – verteilen statt wegwerfen“, das ist eine höchst sinnvolle Sache!“, ergänzte Gastronom Harry Wuthe. „Die Essenseinladung wurde super angenommen, das zeigen die mehr als 70 Gäste aus dem gesamten Pinzgau. Meine Zukunftsvision wäre, dass der eine oder die andere meiner Kollegen und Kolleginnen im Pinzgau, diese Aktion nachahmenswert finden und sich mit ihrem Lokal für die Durchführung des 2. Festschmauses melden. Dann wäre der Pinzgau in kürzester Zeit der Bezirk mit den meisten 3- Hauben Lokalen in ganz Österreich“, schmunzelt Harry Wuthe zum Abschluss.
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