27.06.2017, 19:11 Uhr

Bramberg, Habachtal: Auf geht's zum Smaragde waschen!

Auf geht's zum Smaragde waschen! Die Buben Niklas und Jonathan Freiberger mit den Profis Walter "Chappo" Huber (grüne Jacke) und Christian Voithofer sowie mit Mama Claudia und Busfahrer bzw. -unternehmer Walter Innerhofer (re.). (Foto: Christa Nothdurfter)

Die Brüder Jonathan und Niklas fuhren zum Smaragdwaschen ins Habachtal - und die Bezirksblätter durften mit!

BRAMBERG/PINZGAU (cn). Im Habachtal bei Bramberg befindet sich europaweit die einzige relevante Smaragd-Fundstelle. Neben vielen weiteren Edelsteinen wie Bergkristallen, Rauchquarzen oder Sphenen lassen sich hier auch diese begehrten, grün glänzenden und teils durchscheinenden Mineralien entdecken.

Murenabgang: In diesem Fall ein Glück

Und: Seit 2002 bzw. 2007 hat hier, gleich hinter dem Alpengasthof Alpenrose, jedermann die Möglichkeit dazu. Wie das? Nun, in diesen Jahren kam es zum Abgang einer Mure, in deren Material - Steine und sandiger Schutt - sich die Smaragde mit Glück und Ausdauer auswaschen lassen. Zudem ist jede Menge Platz in der zuvor unscheinbaren Leckbachrinne, wie der Bach heißt.

Jonathan: "Ich möchte 24 schöne Steine finden!"

Zurück zu den Bramberger Brüdern Jonathan und Niklas, die von Mama Claudia und von Walter "Chappo" Huber begleitet werden. Er ist der Profi, denn in den Sommermonaten begleitet und unterstützt er jeden Donnerstag vor allem Familien, aber auch Schulklassen beim beliebten Smaragdwaschen. Dies verläuft ähnlich dem Goldwaschen; man braucht ein Sieb, einen Kübel, einen Pickel und eine Art Kelle. Dies gibt es kostenlos bei der Alpenrose zum Ausleihen, nur Gummistiefel sollte man mit im Gepäck haben, denn es kann sein, dass man lange im kalten Wasser zu stehen kommt. Jonathan jedenfalls will mindestens 24 schöne Mineralien mit nach Hause nehmen - einen für jedes Kind in seiner Kindergartengruppe. Aber es heißt realistisch sein, 24 Smaragde werden sich nicht ausgehen.

Als Draufgabe zwei winzig-kleine Smaragde

Zum Glück liegen auf dem Sieb, das "Chappo" und sein ihm ab und zu zur Hand gehender Freund Christian Voithofer im Bachbett richtig positioniert haben, auch viele andere schön glänzende Steine, für die sich Jonathan und sein kleiner Bruder begeistern. Super, die Mission ist erfüllt! Als Draufgabe finden die Buben sogar noch jeweils einen winzig-kleinen Smaragd! Und so ein Zufall: Bei beiden Entdeckungen kniet "Chappo" - offenbar nicht nur Profi, sondern auch ein hervorragender Glücksbringer - direkt neben den Buben!

Erfolgsversprechende Tipps

Möglich ist das Smaragdwaschen auch ohne Anleitung; alle Habachtal-Besucher können sich das Werkzeug im Gasthof Alpenrose kostenlos ausleihen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Walter Huber jede Menge hilfreiche und erfolgsversprechende Tipps auf Lager hat.


Kosten:
5 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder (von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr). Inbegriffen ist auch, dass jede Familie vor dem Smaragdwaschen ein Sackerl mit je einem kleinen Smaragd, einem kleinen Bergkristall und einem kleinen Sphen erhält, damit man genau weiß, wonach man Ausschau halten sollte. Gesponsert werden diese Mineralien von der Familie Alois Steiner aus Bramberg.
Für Urlauber mit der Nationalpark-Card ist das Angebot gratis, ebenso wie eine
Hin- und Retourfahrt mit dem "Smaragd Express". Diese kostet ansonsten insgesamt 14 Euro, wobei viele Besucher das Habachtal auf dem romantischen Smaragdweg auch zu Fuß erobern.

Nähere Infos gibt's im örtlichen Tourismusbüro.


Hüttenpass:
Übrigens, auch beim Gasthof Alpenrose freuen sich die die Wirtsleute Fred und Elfi Egger sowie  Mitarbeiterin Christina Hofer (alle drei im letzten Foto), wenn man seinen Bezirksblätter-Hüttenpass abstempeln lässt. 
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rudi roozen aus Pinzgau | 27.06.2017 | 19:37   Melden
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Christa Nothdurfter aus Pinzgau | 27.06.2017 | 19:45   Melden
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