17.01.2018, 15:53 Uhr

Rodler in Bramberg vermisst, am nächsten Tag lebend geborgen

Der nach einem Rodelunfall am 16. Jänner vermisste Deutsche konnte am nächsten Tag von den Einsatzkräften der Bergrettung und Alpenpolizisten geborgen werden. (Foto: ÖBRD, Mittersill)
BRAMBERG. Am 16. Jänner kam es gegen Mittag zu einem Rodelunfall auf der Rodelbahn in Bramberg. Der daraufhin vermisste 51-jährige Deutsche konnte erst einen Tag später, am 17. Jänner, geborgen werden. Darüber berichtete die Bergrettung Salzburg auf ihrer Website. 

Nach Rodelunfall verschwunden

Ein deutsches Ehepaar sei am 16. Jänner mit Rodeln von der Bergstation der Smaragdbahn in Richtung Tal gestartet, nach einiger Zeit habe die Frau ihren Mann überholt. Bei der Hütte "Zwischenzeit" habe sie - so heißt es in der Meldung - auf ihren Mann gewartet. Als dieser dort nicht ankam, verständigte sie die Einsatzkräfte. 

Suchaktion wegen Schneesturm abgebrochen

Um kurz vor 18.30 Uhr begannen 20 Mann von der Bergrettung Mittersill gemeinsam mit zehn Mitarbeitern der Bergbahn, zwei Bergrettungshunden und einem Alpinpolizisten, nach dem Vermissten zu suchen. Ein Schneesturm und Dunkelheit zwangen die Einsatzkräfte schließlich, die Suche um 23.45 Uhr abzubrechen, wie dies die Bergrettung zusammenfasst.

Handy-Ortung funktionierte nicht 

Am nächsten Tag nahmen 21 Mitglieder der Bergrettung Mittersill, 14 Mann von der Bergrettung Neukirchen und drei Alpinpolizisten die Suche wieder auf. In der Nacht waren 30 Zentimeter Neuschnee gefallen, was die Suche erschwerte. Das Mobiltelefon des 51-Jährigen sei - so steht es im Bericht - bei einem Handy-Masten in Hollersbach eingeloggt und am 17. Jänner noch aktiv gewesen, eine Ortung des Telefons sei jedoch fehlgeschlagen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse war auch ein Hubschrauber-Einsatz nicht möglich. 

Unterkühlt aber lebend geborgen

Um kurz nach 10.30 Uhr fand ein Hundeführer der Bergrettung den Vermissten etwa 50 Meter unterhalb der Rodelbahn in einem Waldstück in der Nähe der Hütte "Zwischenzeit". Der Mann war stark unterkühlt, aber ansprechbar. Die Bergretter betteten ihn in eine Vakuum-Matratze und transportierten in einer Trage per Seilbergung zur Rodelbahn. Dort wurde er von einem Notarzt, der mit einem Skidoo zum Einsatzort gekommen ist, medizinisch versorgt und dem Roten Kreuz übergeben.

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