23.05.2017, 00:30 Uhr

Wichtige und kuriose Erfahrungen am Häusl

Saalfelden hat zwei selbstreinigende Toiletten, beim Busparkplatz und am Friedhof. Außerdem gibt es in der Stadt noch zwei ältere, herkömmliche WCs am Großparkplatz und am Ritzensee, mit gewissem nostalgischen Charme. Auch das Bildungszentrum hat eine öffentliche Toilette.

Was tun, wenn man unterwegs ein dringendes Bedürfnis verspürt? Wir haben sechs öffentliche Toiletten getestet.

PINZGAU. Die Redewendung "Geld stinkt nicht" geht zurück auf den römischen Kaiser Vespasian, der auf öffentliche Toiletten eine Latrinensteuer einhob. Im Pinzgau wird nur Eintritt für jene WC's verlangt, die sich nach jeder Benutzung automatisch reinigen. Zell am See und Saalfelden verfügen über je zwei solcher High-Tech Anlagen. 50 Cent kostet der saubere Spaß, Wechselgeld wird nicht herausgerückt. Wer das Geld nicht passend hat, sollte also lieber nicht dringend müssen. Dafür bekommt man eine blitzblanke Edelstahlkabine geboten - muss allerdings in Kauf nehmen, dass in dem WC alles nass ist, auch die Klobrille. Zuviel Klopapier sollte man auch nicht benötigen - es wird nur sehr sparsam per Knopfdruck ausgehändigt. Vor allem zu beachten: Nach 15 Minuten öffnet sich die Tür automatisch!

In den Gemeinden heißt es, man habe mit den Anlagen sehr gute Erfahrung gemacht, weil Verschmutzung und Vandalismus stark eingeschränkt werden konnten.
Die herkömmlichen Einrichtungen werden in der Regel einmal täglich geputzt. Nachteil: Wird das Klo bereits am Morgen verschmutzt, haben alle anderen mit einem dringenden Bedürfnis Pech gehabt.

Grausige Erkenntnisse

Die getesteten Toiletten haben sich als sauber und benutzbar erwiesen. Ältere Einrichtungen präsentierten sich zwar nicht gerade einladend, aber in der Not durchaus tauglich. Einzig das Klo am Friedhof in Zell am See kann nicht empfohlen werden. Es wurde daher nicht in die Wertung miteinbezogen. Zigarettenstummel am Boden, ein Licht kaputt, unangenehmer Geruch - da ist ein leerer Kondomautomat auch schon egal.

Was aufgefallen ist: Bei keiner der Toiletten gab es die Möglichkeit, Windeln zu wechseln. Mütter und Väter mit Kleinkindern müssen sich anderweitig behelfen. Die Anlagen waren zwar alle barrierefrei, aber nicht überall gibt es ein eigenes Klo für Behinderte. In Lofer ist das Behindertenklo gleichzeitig das Männer-WC, in Niedernsill teilen sich Frauen und Behinderte das Klo.


Saalfelden hat zwei selbstreinigende Toiletten, beim Busparkplatz und am Friedhof. Außerdem gibt es in der Stadt noch zwei ältere, herkömmliche WCs am Großparkplatz und am Ritzensee, mit gewissem nostalgischen Charme. Auch das Bildungszentrum hat eine öffentliche Toilette.



Die öffentliche Toilette Niedernsills ist mit Dorfbäcker und Dorfcafé zusammen in einem Gebäude und zentral gelegen. Sie punktet mit Sauberkeit. Zur sanitären Ausstattung gehören ein Seifenspender und ein automatischer Händetrockner. Die Toiletten sind sehr geräumig.



Das öffentliche WC im Gemeindeamt in Lofer ist neu und durch einen eigenen Seiteneingang über eine Behindertenrampe erreichbar. Es punktet u. a. mit einer Eingangstür, die sich automatisch öffnet, Notfallknopf am Behinderten-WC, Föhn zum Trocknen der Hände.




In Mittersill befindet sich die einzige öffentliche Toilette im Gemeindeamt und ist daher leicht erreichbar und zentral gelegen in der Nähe des Stadtplatzes. Sie ist sehr sauber und recht geräumig. Sie verfügt über einen Seifenspender, einen Papierkorb sowie einen Papierhandtuchspender.



Die öffentliche Toilette Niedernsills ist mit Dorfbäcker und Dorfcafé zusammen in einem Gebäude und zentral gelegen. Sie punktet mit Sauberkeit. Zur sanitären Ausstattung gehören ein Seifenspender und ein automatischer Händetrockner. Die Toiletten sind sehr geräumig.



Der Anlage im Parkhaus des Ferry Porsche Congress Centers merkt man sein Alter deutlich an. Die Atmosphäre ist wenig einladend. Grau in grau, miefiger Geruch, der Beton ist mit diversen Graffiti "geschmückt". Aber Zell am See bietet eine große Auswahl, es gibt insgesamt zehn öffentliche Toiletten.
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Peter Würti aus Pinzgau | 29.05.2017 | 08:10   Melden
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Gudrun Dürnberger aus Pinzgau | 29.05.2017 | 13:38   Melden
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