26.09.2014, 08:46 Uhr

Bruck: Das Projekt "Flussbauhof" verzögert sich

Bürgermeister Herbert Burgschwaiger bei der gestrigen Sitzung. Die Streichung der Punkte 10 und 11 dürfte ihm gar nicht gefallen haben. (Foto: Christa Nothdurfter)

Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und Grünen werden bei der gestern Abend stattgefundenen Gemeindevertretersitzung drei Punkte, die das Flussbauhof-Projekt der Bürgermeisterpartei (SPÖ) betreffen, von der Tagesordnung gestrichen.

BRUCK (cn). Gemeindevertretungssitzung in Bruck, gestern Abend. Die Punkte 5, 10 und 11 auf der Tagesordnung betreffen das SPÖ-Projekt Flussbauhof: Nachtragsvoranschlag, Kaufvertrag zum Liegenschaftsankauf bzw. Darlehensaufnahme für den Liegenschaftsankauf.

Von der Tagesordnung gestrichen
Es kommt jedoch ganz anders: ÖVP-Fraktionsobmann Oliver Resl stellt den Antrag, die drei Punkte von der Tagesordnung zu streichen. Mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und Grünen (Abstimmungsergebnis 9:8) muss SPÖ-Bürgermeister Herbert Burgschwaiger diesem Antrag stattgeben.

"Wenig Informationen, viele Unklarheiten"
Obwohl das Ganze ohne Diskussionen und ohne offensichtliche Aufregung über die Bühne ging, dürfte das Geschehen der SPÖ gar nicht gefallen haben. Resl hatte seinen Antrag folgendermaßen begründet: Es habe im Vorfeld viel zu wenig Informationen für jene Mandatare, die nicht der SPÖ angehören, gegeben. Außerdem sei die von der SPÖ angekündigte Arbeitsgruppe nie einberufen worden, weshalb es noch viele Unklarheiten - auch hinsichtlich der Kosten - gebe.

Bedenken gegen den Standort
Wie berichtet, plant die SPÖ, den alten Flussbauhof von der Bundesimmobiliengesellschaft zu kaufen, zu sanieren und den Bau- und Recyclinghof dorthin zu übersiedeln. Durch diese geplante Verlagerung des Gemeindebauhofes könnte man laut SPÖ an dessen jetzigen Standort und mittels Umwidmung ein Wohngebiet/ein Baulandsicherungsmodell entstehen lassen. Von Seiten der anderen Parteien gibt es Bedenken. Zum Beispiel deshalb, weil das Grundstück zwischen Salzach, Fuscher Ache und ÖBB-Eisenbahnstrecke liegt und daher nicht für Wohnungen bzw. Einfamilienhäuser geeignet sei.

Das sagt der Bürgermeister
SPÖ-Bürgermeister Herbert Burgschwaiger sinngemäß zum Bezirksblatt: "Wegen der Sommerferien hat sich die Bildung der Arbeitsgruppe verzögert. Aber ich bin optimistisch, dass das Projekt bald wieder auf Schiene ist."
Zu den Kosten: "Durch den Ankauf bzw. Verkauf der jeweiligen Objekte wäre das Ganze eigentlich ein Nullsummenspiel. Aber freilich müssen beim alten Flussbauhof Investitionen erfolgen. Unter anderem auch für eine zusätzliche Kindergartengruppe bzw. für die Nachmittagsbetreuung. Ansonsten haben wir ein Problem."
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