22.01.2018, 16:34 Uhr

Landtagswahl 2018: Die Pinzgauer SPÖ-Bezirkskandidaten im Fokus

Barbara Thöny aus Saalfelden will sich um Gesundheits- und Sozialagenden kümmern, der Zeller Gerald Rieder ist SPÖ Pinzgau-Sprecher für die Bereiche Wirtschaft und Infrastruktur. (Foto: Christa Nothdurfter)

Aus einem Pinzgauer Landtagsmandat sollen zwei werden.

PINZGAU (cn). Mit Barbara Thöny aus Saalfelden und mit dem Zeller Gerald Rieder wartet das Pingauer SPÖ-Team mit zwei Kandidaten auf, die bereits viel Erfahrung in der Gemeindepolitik gesammelt haben. Nachdem der bisherige rote Pinzgauer Landtagsabgeordnete Karl Schmidlechner aus Neukirchen die zwei Perioden bald hinter sich hat, wurden nun die zwei neuen Protagonisten vorgestellt. Laut Landes-Chef Walter Steidl soll es nach den Wahlen am 22. April wieder zwei Landtagsabgeordnete aus dem Pinzgau geben; landesweit will man allgemein "Vertrauen zurückgewinnen und wieder stärker werden".

Pinzgau-Kandidatin Nr. 1: Barbara Thöny

Die 42-jährige Barbara Thöny,  die mit ihrem Großvater in einer Wohngemeinschaft lebt und einst Bürokaufffrau gelernt hat, erzählt, warum sie sich schon bald sozial engagiert hat bzw. wie sie in die Gemeindepolitik gekommen ist: "Mit 17 Jahren war ich als Beifahrerin in einen Autounfall involviert; der Umgang der Rettungsleute mit uns Opfern hat mir sehr imponiert. Bald begann ich mit ehrenamtlicher Arbeit bei der Rettung und bildete mich intern weiter. Später machte ich die Studienberechtigungsprüfung und dann den Master im Sozialmanagement. In meiner Arbeit sind mir immer wieder diverse Ungerechtigkeiten aufgefallen und die halte ich schwer aus."

Pinzgau-Kandidat Nr. 2: Gerald Rieder

Der 44-jährige Zeller Stadtrat Gerald Rieder kommt aus dem Bank- bzw. Versicherungswesen; von daher ist ihm das langfristige Denken und Handeln sehr wichtig. Sein Mentor war SPÖ-Urgestein Sepp Scheiflinger, diesem ist einst das "rote Denken" von Gerald Rieder aufgefallen.




Nachfolgend noch der Original-Pressetext der SPÖ:


Gut gerüstet geht die Salzburger SPÖ in den anstehenden Landtagswahlkampf und in die Landtagswahlen am 22. April 2018. Sehr zufrieden ist SPÖ-Landesparteivorsitzender Walter Steidl dabei mit seinem Team im Pinzgau.
„Mit Barbara Thöny aus Saalfelden und Gerald Rieder aus Zell am See haben wir im Pinzgau zwei sehr engagierte Kandidaten, die im Bezirk gut verhaftet sind und bereits wichtige Erfahrungen in der Gemeindepolitik gesammelt haben. Mit ihren beruflichen Hintergründen und inhaltlichen Schwerpunkten, decken die beiden die Herausforderungen, mit denen der Pinzgau konfrontiert ist, gut ab“, erklärt Steidl, selbst gebürtiger Saalfeldener.


Mit Barbara Thöny, 42 Jahre aus Saalfelden, wird sich künftig eine ausgebildete Sozialbetreuerin um die Gesundheits- und Sozialagenden der Pinzgauer SPÖ kümmern. „In den 20 Jahren, in denen ich schon im Sozialbereich arbeite, konnte ich viele wertvolle, aber auch eindringliche Erfahrungen sammeln. Insgesamt bestätigt mir meine Arbeit, wie wichtig es ist, sich für ein faires und soziales Miteinander auf Augenhöhe einzusetzen, indem man unterstützt, wo Unterstützung benötigt wird“, erklärt Thöny.
Ein solcher Bereich, in dem die Pinzgauer Bevölkerung auf Augenhöhe behandelt werden muss, ist für die Saalfeldenerin die Gesundheitsversorgung. „Auch die Bewohner_innen der peripheren Regionen haben ein Recht auf eine gute und umfassende Gesundheitsversorgung. Egal ob ein funktionierendes Notarztsystem, die Versorgung durch Hausärzte oder die Tauernkliniken. Mittlerweile schaut es beim Tauernklinikum so aus, als würden die Entwicklungen in die richtige Richtung gehen. Dafür hat es aber sehr viel Druck und Arbeit seitens der SPÖ gebraucht“, betont Thöny. „Auch die Verbesserungen bei der notärztlichen Versorgung im Oberpinzgau mit einem eigenen NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) wäre ohne die SPÖ und Walter Steidl nicht für die Bevölkerung erreicht worden.“
„Wir werden immer älter – das ist so und das ist gut so. Gerade deshalb müssen wir zukunftsorientiert denken. Das heißt, wir brauchen Menschen, die sich dazu entscheiden, im Pflegeberuf zu arbeiten“, führt Thöny weiter aus.
Der SPÖ-Politikerin Thöny ist aus diesem Grund der Ausbildungsstandort für Pflegekräfte in Zell am See wichtig: „Gerade in Seniorenheimen steigt der Bedarf an Pflegekräften enorm. Da sollte vorausschauend geplant werden. Mein Augenmerk liegt deshalb besonders im Ausbildungs- und Entlohnungssystem von Pflegeberufen. Ich ziehe meinen Hut vor all jenen, die generell im Sozial- und Gesundheitsbereich arbeiten und bedanke mich bei ihnen“, so Thöny.
Ihre Rolle als Politikerin umreißt Thöny kurz: „Mein größtes Ziel ist es, mich für die Anliegen der Pinzgauerinnen und Pinzgauer einzusetzen. Nicht nur zu reden, sondern auch zu tun und auch anschauen, was bewirkt wurde – deshalb mein Motto: Zualosn. Opockn. Nit aus de Augn valian“, schließt Thöny.



Die Nummer 2 aus dem Pinzgau ist der 44-jähriger Zeller Gerald A. Rieder. Rieder, Stadtrat in Zell am See und von Beruf Versicherungsangestellter, ist SPÖ-Pinzgau-Sprecher für die Bereiche Wirtschaft und Infrastruktur.
„Die lokalen und zum Teil sehr erfolgreichen Pinzgauer Betriebe müssen von der Landespolitik mehr unterstützt werden, damit sie im Bezirk bleiben. Das heißt hier investieren und die bestehenden Arbeitsplätze in der Region langfristig sichern und weitere schaffen“, fordert Gerald A. Rieder. Dafür schlägt der SPÖ-Politiker einen regen Austausch zwischen den bestehenden Schulen und Ausbildungseinrichtungen und den ansässigen Betrieben vor. „Schon einige Firmenchefs klagten mir gegenüber ihr Leid, dass die Absolvent_innen oftmals nicht mit jenen Schwerpunkten und Fertigkeiten ausgestattet werden, die für die heimischen Betriebe wichtig wären.“
Aufgewertet müsste laut Rieder auch das Angebot im öffentlichen Verkehr werden, sowohl innerhalb des Pinzgaus als auch darüber hinaus: „Schon sehr viele Pinzgauer_innen müssen zum Arbeiten nach Salzburg und Umgebung auspendeln. Doch die Angebote an schnellen, verlässlichen und kostengünstigen Angeboten im öffentlichen Verkehr kommt diesem Bedarf nicht nach.“ Daher fordert Rieder Schnellbus-Verbindungen von Mittersill über das Saalachtal in die Landeshauptstadt, mehr Haltestellen für die S-Bahn-Pinzgau sowie eine bessere Anbindung in Richtung Wien. „Für die Pinzgauer Bevölkerung wäre die Umsetzung eines ‚Salzburg-Land-Tickets‘ um maximal 665 Euro eine echte finanzielle Erleichterung.“


SPÖ-Chef Walter Steidl würde als Verantwortlicher in der Landesregierung ein Jahrzehnt der Infrastruktur in Salzburg einläuten: „Der Wohlstand und die Sicherheit einer Region ist untrennbar mit einer guten Infrastruktur verbunden. Anstatt 220 Millionen Euro in einen Gitzentunnel zu investieren, würde ich dieses Geld in die Sanierung unseres maroden Straßennetzes, die Kinderbetreuung, die öffentlichen Verkehrsmittel oder Zukunftsprojekte für unseren Nachwuchs investieren. Gerade der Pinzgau hat viel Entwicklungspotential und ist gleichzeitig mit größer werdenden Herausforderungen konfrontiert.
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