29.10.2017, 15:52 Uhr

Floorball: Wikings gewinnen gegen Meister Villach

Florian Maczek erzielte zwei Treffer (Foto: Foto: Johannes Radlwimmer)

Die Wikings Zell am See siegen gegen den VSV mit 9:7. Ohne Reitstätter, Wolf, Sendlhofer und Rathgeb mussten die Zeller zuhause gegen den dezimierten Meister aus Villach ran.

MITTERSILL. Wie schon in den letzten Spielen auch, erwischten die Wikings wieder einen sehr guten Start in das Spiel. Nach nur 4:29 Minuten konnte Patrick Schwarz (Jouni Kirjavainen) einen springenden Ball vor dem gegnerischen Tor Volley in die Maschen knallen.Die Wikings hatten nun das Spiel klar im Griff, aber die Gäste waren im Konter brandgefährlich und konnten eine Unachtsamkeit im Konter zum 1:1 Ausgleich in der 11. Spielminute nutzen. Noch in der selben Minute war es der Verteidiger, Florian Maczek,  der den Gäste-Torhüter gekonnt mit einem Fernschuss überraschen konnte. Die Gäste kamen kurz vor der Drittelpause abermals im Konter zum Torerfolg (2:2). Mit diesem Spielstand tauschten beide Teams erstmal die Seiten.

Starker Meister

Der zweite Spielabschnitt startete alles andere als optimal für die Wikings. Die Gäste nutzten zwei Fehler in den Minuten 24. und 29. für die Treffer Drei und Vier. Die Bergstädter fanden absolut nicht mehr in das Spiel und Coach Kellner war gezwungen bereits in der 32. Spielminute sein Time-Out zu nehmen. In diesem kurzen Break fand der Trainer der Wikings wohl die passenden Worte, denn nur einige Sekunden später, hämmerte Daniel Tonegatti (Matthias Weigert) einen Onetimer in das Gehäuse von Gästetorhüter Frank.Nach einer kurzen Drangphase der heimischen, waren wieder die Gäste dran! In der 36. Spielminute agierte die gesamte Wikingsabwehr zu lethargisch und die Villacher ließen sich diese Chance nicht nehmen. Neuer Spielstand: 3:5 für den VSV Unihockey. In der 39. Spielminute schafften es die TVZ Wikings noch einmal anzuschreiben. Der tschechische Legionär, Jakub Cap, verwertete ein sehenswertes Zuspiel von David Tillian zum 4:5 Anschlusstreffer und Zwischenstand nach 40 Minuten.

Fulminantes Schlussdrittel

Eine etwas lautere Kabinenansprache als sonst, war der Grund für ein fulminantes Schlussdrittel der Wikings. Gleich im ersten Wechsel rotierten die Gastgeber wie wild in der Villacher Verteidigungszone und das 5:5 durch Matthias Weigert (Jouni Kirjavainen) dauerte nur 53 Sekunden nach Wiederanpfiff.Keine Minute später war es Florian Maczek (Daniel Wieser) der im Nachsetzen, bereits nach 100 Sekunden zur Führung für die Zeller Floorballer anschreiben konnte. Nun waren die Wikings die klar bessere Mannschaft, und der finnische Legionär - Jouni Kirjavainen konnte nach einem guten Forechecking den zwei Tore Vorsprung für seine Mannschaft herstellen (46. Minute). In der 50. Minute gab es erstmal an diesem Abend ein Powerplay für die Wikings. Doch dieses startete nicht optimal für die Wikings. Nach einem Ballverlust in der offensiven Zone, konnte Jakub Cap nur mehr die Notbremse ziehen. Der Schiedsrichter entschied auf Penalty für Villach.
In diesem Strafschuss behielt der Villacher Stürmer gegen Goalie Jauck die Oberhand und nun stand es plötzlich nur mehr 7:6 für die Wikings. Durch den Treffer der Villacher, ging es mit Powerplay für die Gastgeber weiter. Und dort ging es schnell zur Sache, Kirjavainen bedient Cap, und dieser braucht nur mehr in das leere Tore der Kärntner einnetzen. In der 56. Minute schlug wieder die erste Linie der Wikings zu. Jouni Kirjavainen spielte Matthias Weigert im Slot ideal an und letzterer schloss direkt in das lange Kreuzeck zum 9:6 ab. Danach ersetzten die Gäste mehrmals deren Torhüter durch einen 6. Feldspieler. Der daraus resultierende Treffer zum 9:7 war aber nur noch Ergebniskosmetik, und änderte nichts mehr am Spielstand und der Tatsache, das die Wikings mit den drei wichtigen Punkten, die neuen Tabellenführer der Floorball Bundesliga sind.

Fazit:

Durch das fehlen einiger Akteure auf beiden Seiten, war es ein anderes Spiel als sonst.Die Villacher mauerten in den ersten beiden Dritteln sehr geschickt, und machten den Wikings mit einem schnellen und gutem Konterspiel das Leben sehr schwer. Am Ende des Tages gehen die drei Punkte trotzdem verdient auf das Konto der Zeller Floorballer.
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