26.03.2017, 16:36 Uhr

Wikings Damen gelingt ein Zittersieg gegen den VSV

Ersatzgeschwächt (ohne Dana Patsch, Tereza Kalnayova, Nina Fleischhacker, Karin Schmiderer, Michi Weinrich, Sandra Mayr, Julia Zembacher, Denisa Kottnerova) reisten die Wikings Damen letztes Wochenende zum 1. Halbfinalspiel nach Villach. Die Wikings galten als klarer Favorit - alle Spiele gegen den VSV konnten im Grunddurchgang und in der internationalen Liga klar gewonnen werden (5:2, 8:0, 11:0). Villach als Außenseiter hatte nichts zu verlieren und konnte frei aufspielen, dies merkte man von Beginn an. Die Wikings-Offensive machte kräftig Druck, konnte sich jedoch in den ersten Spielminuten noch nicht so sehr im gegnerischen Drittel festsetzen. Villach konterte und scorte nach nur 4 Minuten zum 0:1. Die Wikings oft einen Schritt zu spät und mit vielen Fehlpässen im Aufbauspiel musste kurz darauf in Unterzahl ran. Villach gelang im Powerplay jedoch nicht viel und das Spiel fand bald wieder seinen bisherigen Verlauf. Obwohl vor dem Villacher Tor viel los war, wollte der Ball einfach nicht über die Linie, das Tor wurde vielfach verfehlt. So waren es wieder die Villacherinnen, die einen weiteren Konter in der 15. Spielminute zum 0:2 verwandeln konnten. Mit diesem Score ging es auch in die erste Drittelpause, eine Standpauke des Trainers folgte.

Die Zellerinnen versuchten die Vorgaben aus der Drittelpause umzusetzen, 2 Minuten nach Wiederanpfiff mussten sie aber erneut in Unterzahl ran. Diese dauerte aber nur 1 Sekunde, da der durch das Foul entstandene Freischlag ein Tor für Villach zur Folge hatte.
Die Wikings jetzt vollkommen mit dem Rücken zur Wand liefen nach nur 22 Spielminuten also einem 3-Tore-Rückstand hinter her. Die Mädls in Gelb-Blau bewahrten aber die Ruhe und so konnte Melli Höfler mit einem sehenswerten Backhand-Schuss in der 29. Minute den heiß ersehnten Treffer zum 1:3 erzielen. Die Marschroute war weiterhin die selbe, die Wikings drückten auf ein weiteres Tor, aber es war wie verhext und der Ball wollte nicht ins gegnerische Tor. 20 Sekunden vor Drittelende - ein Gestochere vor dem Villacher Tor und eine Villacherin verhinderte den Anschlusstreffer im Torraum, ein Penalty war die Folge.
Viktoria Fersterer trat an und konnte den so wichtigen Treffer zum 2:3 erzielen. Mit diesem Spielstand ging es in die 2. Drittelpause.

Die Wikings wollten den Schwung vom Ende des 2. Drittels mit in den letzten Spielabschnitt nehmen. Dies gelang auch und Andrea Wiedemair konnte 4 Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleichstreffer erzielen (Zuspiel Melli Bernert). Erleichtert über den Treffer verfielen die Zellerinnen aber wieder in das alte Schema und ließen in der Defensive Fehler zu, die die Villacherinnen nur 4 Minuten nach dem Ausgleich zur erneuten Führung nutzen konnten. Nur 2 Minuten später nahm sich Alex Kemptner ein Herz und schoß nach Zuspiel von Michi Fankhauser platziert ins lange Eck - 10 Minuten vor Spielende stand es also wieder 4:4, die Partie war komplett offen. Villach agierte wie schon das gesamte Spiel körperbetont, hart und teilweise etwas unfair. Die Wikings hatten immer wieder Probleme dabei dagegen zu halten. Nach dem Ausgleich der Wikings bekamen sie das überharte Körperspiel wieder zu spüren, ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und antworteten mit dem so wichtigen Führungstreffer zum 5:4! Wieder war es Alex Kemptner nach Zuspiel von Melli Bernert, die den Siegestreffer 7 Minuten vor Schluss erzielen konnte.

Fazit:
Das Spiel hat gezeigt, dass im Playoff alles passieren kann und man sich auch gegen vermeintliche Außenseiter keine Fehler erlauben darf. Zum Glück schafften es die Zellerinnen mit dem 3-Tore Rückstand umzugehen und das Spiel am Ende noch zu drehen. Im Playoff zählen nur Siege und so stellte man mit dem knappen 5:4 Auswärtserfolg auf 1:0 in der Best-of-3-Serie. Bereits nächsten Samstag kann man zu Hause in Mittersill den Finaleinzug fixieren - Spielbeginn ist um 16 Uhr.


Text und Bilder: Wikings Damen
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