16.04.2016, 16:19 Uhr

ChanceBuddys im Bundesland Salzburg: Lehrlinge unterstützen und informieren (auch zukünftige) Kollegen

Lehrlings-Buddy Manuel Rosa mit Agnes Schischka beim Schnuppertag. (Foto: Privat)

"die chance Agentur" hat ihr Präventiv-Angebot gegen Schul- und Lehrabbruch um die sogenannten "ChanceBuddys" erweitert.

SALZBURG/PINZGAU (cn). Der 17-jährige Manuel Rosa aus Zell am See ist salzburgweit der erste Lehrling, der sich als sogenannter "ChanceBuddy" zur Verfügung gestellt hat. Der Begriff Buddy stammt aus dem Tauchsport; jeder Taucher braucht einen zuverlässigen Buddy, der Sicherheit gibt und bei Problemen Hilfestellung leistet.

"Bei fast Gleichaltrigen trauen sich junge Leute eher, Fragen zu stellen"

Manuel erlernt den Beruf des Seilbahntechnikers bei den Schmitten Bergbahnen AG in Zell am See und ist als solcher ein Buddy für die anderen Lehrlinge im Betrieb. Und wenn junge Leute zum Schnuppern kommen, ist er es, der sie einen Tag lang begleitet. Manuel: "Es ist einfach so, dass sich die Mädchen und Burschen bei jemandem, der selber auch jung und ein Lehrling ist, viel mehr nachzufragen getrauen. Meine Firma unterstützt das Ganze sehr, zum Beispiel werden die Buddy-Workshops als Arbeitszeit gerechnet."

Bisher schon dabei: SPAR, McDonalds und etliche andere Firmen

Eine Auswahl weiterer Firmen, die bei dem neuen, salzburgweiten Projekt bereits mit im Boot sind: SPAR, McDonalds, Sport Bründl, BMW Kaufmann oder FahnenGärtner. Bei letzterem Unternehmen ist Prokuristin Heide Deutsch für das Personal verantwortlich, sie sagt. "Das Projekt nützt wegen der Investition in die Fortbildung erstens dem Betrieb, zweitens den Buddy-Schützlingen und drittens auch den Buddys selber, denn deren Persönlichkeit wird zusätzlich gestärkt. Mit Tamara Wieser haben wir bei uns im Betrieb einen weiblichen Buddy. Eine super Sache jedenfalls, die genau zu unserer wertschätzenden Betriebsphilosophie passt."

Finanzierung: Bund, Land, eine Stiftung und Mercedes

Gründerin und Geschäftsführerin der "die chance Agentur gemeinnützige GmbH" ist die ehemalige Landesrätin Tina Widmann. Für die Finanzierung konnte sie das Ministerium für Äußeres und Integration, das Land Salzburg, das Wirtschaftsministerium sowie die schweizerische THOOLEN-Stiftung und Mercedes Benz Austria gewinnen. Gebraucht wird das Geld für Koordinationsarbeiten, Spesen, Druckkosten, Workshops usw.

"chanceBUDDY FAIRbesserer"

Im schulischen Bereich ist das Angebot, das sich ganz korrekt "chanceBUDDY FAIRbesserer" nennt, bereits voll durchgestartet: Gymnasiasten des BORG Mittersill etwa unterstützten Schüler in der NMS Mittersill, wobei dem Ganzen ein Coaching-Workshop vorangegangen ist. Bei den "FAIRbesserern" geht es darum, zugewanderten Schülern und (zukünftigen) Lehrlingen den Einstieg zu erleichtern.

Infos: Tel. 0664-8565777
www.die-chance.at
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Peter Würti aus Pinzgau | 17.04.2016 | 16:21   Melden
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Christa Nothdurfter aus Pinzgau | 17.04.2016 | 19:48   Melden
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