22.05.2017, 15:41 Uhr

Im Duell: Natur und Stadt

Berg- und Wanderurlaub wird in Saalfelden Leogang groß geschrieben. Entsprechende Angebote überzeugen im Sommer und Winter. (Foto: Lolin)

ÖHV-Destinationsstudie 2017 belegt: Berge und Seen sind auf der Überholspur

ZELL AM SEE KAPRUN/SAALFELDEN LEOGANG. Sensationelles Ergebnis für die stärksten Tourismusregionen im Pinzgau: Saalfelden Leogang liegt hinter Wien und Innsbruck auf Platz 3 der aktuellen Destinationsstudie der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), gefolgt von Zell am See-Kaprun auf Platz 4.

Trend zu Bergurlaub
Bewertet werden Nächtigungen, Auslastung, Marktanteil, Internationalität und Saisonalität. Ganzjahresbergdestinationen, Seen & Städte waren 2016 die großen Gewinner. Während Seen in den letzten Jahren tendenziell Einbußen verzeichnet haben und Städte stark zulegten, wendete sich nun das Blatt. Gleichzeitig zogen die Wachstumsraten bei den Bergen an. „Bergurlaub ist wieder in Mode und die heimischen Seen sind stark im Kommen“, fasst Studienautor Markus Grabler die Ergebnisse zusammen. Die Berge konnten vor allem im Sommer punkten, während die Seen im Winter ein stärkeres Wachstum aufweisen. Diese Entwicklung sei auf die Bemühungen der Destinationen und Hoteliers um Saisonverlängerung zurückzuführen.

365 Tage attraktiv

Dass die Trends des letzten Jahres das Potential der Saisonausweitung unterstreichen, bestätigt Marco Pointner, Geschäftsführer der Saalfelden Leogang Touristik: "Das erneute Spitzenergebnis bei der ÖHV-Studie freut uns außerordentlich. Platz 3 ist eine besondere Auszeichnung. Dieses Ergebnis ist nur dadurch möglich, dass in der Region die unterschiedlichen Leistungspartner an einem Strang ziehen und sich die touristischen Leitprodukte qualitativ sowie innovativ immer weiter verbessern. Mittlerweile haben wir ein nahezu ausgeglichenes Nächtigungsverhältnis zwischen dem Sommer- und Winterhalbjahr. Unser Ziel ist es, hier weiter zu arbeiten und die Region 365 Tage im Jahr attraktiv zu gestalten." Die Region startete vor Kurzem eine Wanderkampagne und liegt damit offensichtlich genau im Trend.

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Renate Ecker, Tourismusdirektorin von Zell am See-Kaprun, zum Erfolg: "Wir versuchen, ständig nachhaltige emotionale Erinnerungen an unseren Markenkern Gletscher, Berg und See zu schaffen. Das erfreuliche Ergebnis der Destinationsstudie bestätigt uns, dass unsere strategische Ausrichtung greift und wir auf dem richtigen Weg sind, um uns auch in Zukunft als Top-Alpendestination etablieren zu können."

Hintergrund der Studie

„Mit der 18. Destinationsstudie gehen wir wieder einen Schritt weiter. Die Analyse ist noch aktueller und noch differenzierter“, freut sich Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), über die neuste Ausgabe der Studie. Das erprobte Bewertungsmodell wurde gemeinsam mit Vertretern von Landestourismusorganisationen und Destinationsmanagern entwickelt. Es basiert auf der Beherbergungsstatistik der Statistik Austria. „Wir legen den Fokus ganz bewusst auf die längerfristige Entwicklung. Denn einzelne Snapshots sagen nur wenig über die echte Performance einer Destination aus“, verweist Mag. Klaus Grabler, Geschäftsführer von MANOVA, auf das Berechnungsmodell. Für die Analyse werden die Tourismusjahre 2013/14 bis 2015/16 gewichtet herangezogen, und zwar jeweils der Status Quo als auch die Veränderung.
5 Faktoren, 5 Betrachtungswinkel: Mehrwert an Information

„Die Destinationsstudie 2017 lässt noch besser nachvollziehen, wie sich die Destinationen in den unterschiedlichen Kategorien entwickelt haben. Mit fünf zusätzlichen Einzelkarten zur gewohnten Gesamtbewertung kann jeder Performance-Indikator auf einen Blick erfasst werden. Das bietet einen besseren Überblick und eine schnelle Vergleichbarkeit“, streicht Gratzer die Neuerungen hervor. Bewertet und abgebildet werden Nächtigungen, Auslastung, Marktanteil, Internationalität und Saisonalität.
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