21.03.2014, 13:25 Uhr

Murenüberleitungsbauwerk Schmiedgraben in Taxenbach wird realisiert.

TAXENBACH. Beim Hochwasserereignis vom Juni 2013 hat der Schmiedgrabenbach in Taxenbach eine Brücke zerstört. Aufgrund der Verklausung drang der Bach damals in den 574 Meter langen Martinswandtunnel ein, durch den eines der zwei Gleise verläuft. Der Tunnel wurde auf der kompletten Länge eineinhalb Meter hoch mit Schlamm, Geröll und Holz gefüllt. Etwa 3.500 m³ Material mussten daraufhin entfernt werden. Damit das nicht wieder passiert, errichtet die ÖBB bei der Bachquerung eine Galerie. Der Bach wird über die Galerie geleitet und stürzt dann als künstlicher Wasserfall in die Salzach.

Vier Millionen Euro Kosten
Die Gesamtkosten nur für das Murenüberleitungsbauwerk belaufen sich auf rund vier Millionen Euro dazu kommen noch die Kosten für Gleise und dergleichen. „Die Gleisneulage zwischen Eschenau und Taxenbach auf rund vier Kilometern Länge wäre ursprünglich für nächstes Jahr vergesehen gewesen, das wird jetzt aber vorgezogen. Konkret betrifft das die Kabeltrog-Herstellung und Kabelumlegearbeiten im Martinswand-, Taxenbacher-, Spritzbach- und Untersteintunnel“, so die Projektleitung. Die Bahnstrecke zwischen Taxenbach und Lend ist folglich noch bis August 2014 eingleisig befahrbar, danach ist der Verkehr wieder auf zwei Gleisen gegeben. Die Baustellenzufahrt ist nur über die gesperrte Bahntrasse von Gleis Zwei durch den Martinswandtunnel - also jenem, er voll Schlamm war - möglich.

Ende der Gleisverlegung, Kabeltrog-Herstellung und Kabelumlegearbeiten im Martinswand-, Taxenbacher-, Spritzbach- und Untersteintunnel im August 2014.
Wenn nichts dazwischen kommt, sollte Mitte August 2014 die Bahnstrecke zwischen Taxenbach – Lend wieder 2-gleisig befahrbar sein.

Zur Sache:
Das Murenüberleitungsbauwerk wird über beide Gleise errichtet.
Länge vom Bauwerk: ca. 53 m
Breite vom Tragwerk: ca. 13 m
Gesamthöhe ca. 14 m über Gleis
Höhe der seitlichen Trogwände: 5 m
Beton: ca. 3.500 m³
Baustahl: ca. 600 t
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