Skigeschichte zur Sommerzeit

Herwig Pichler in der Bischofshofener Wagnerei Mayer beim Spannen von Holz zu Skiern.
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  • Herwig Pichler in der Bischofshofener Wagnerei Mayer beim Spannen von Holz zu Skiern.
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Zwischen den Jahren 1936 bis 1960 gab es in Bischofshofen einen Skierzeuger. Der Wagner Alexander Mair spezialisierte sich auf die Herstellung von Holzskiern, die unter dem Markennamen Mayer (Schreibweise des Namens und der Marke weichen voneinander ab) verkauft wurden. Viele, später erfolgreiche Skierzeuger erlernten in der Wagnerei Mayer das Handwerk. Details des Skisports wie diese erfahren derzeit Gäste des Besucherzentrums am Bischofshofener Schanzengelände in der aktuellen Sonderausstellung zu 100 Jahre Stahlskikante.

Sturz mit (Er)Folgen

"Die erste Stahlkante wurde aus einer gestückelten Uhrfeder gemacht und an die Skier genagelt", erzählt Christine Schein, Mitarbeiterin des Besucherzentrums. "Der Halleiner Rudolf Lettner verletzte sich vor hundert Jahren bei einem Sturz auf der Tauernscharte und kam auf die Idee, Stahlkanten zum besseren Halt in steilem Gelände einzusetzen. Das war die Geburtsstunde der Kante", ergänzt Herwig Pichler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes.

Sprungski mit Stahlkante

Übrigens gab es auch einen Skispringer, der mit Stahlkanten gesprungen ist – das war der Mühlbacher Bubi Bradl (gebürtiger Bayer, gesprungen für Österreich). Auch diese Sprungski sind im Besucherzentrum ausgestellt. Die Sonderausstellung wurde unter der kundigen Führung von Hans Müller, Kustos des Landesskimuseums in Werfenweng, eingerichtet und rundet das Angebot am Bischofshofener Schanzengelände ab.

Mehr zu sehen

Neben der Sonderausstellung beherbergt das Besucherzentrum Schauräume für heimische Materialien, die natürlichen Vorkommen von Holz und Wasser, die Geschichte Bischofshofens (Urgeschichte bis Neuzeit und Bahnbau), sowie eine Kopie der Himmelsscheibe von Nebra.

50 Jahre Weltcup
Wem das den Sommer noch nicht "cool" genug macht, der erhält weitere Einblicke in den Skisport im FIS Landesskimuseum Werfenweng. Dort widmet sich eine Sonderausstellung dem Jubiläum „50 Jahre Weltcup“ – mit einer Auswahl von Bildern des Sportjournalisten Wolfgang Muthspiel. Dieser begleitete die Skistars auf und abseits der Piste, gelegentlich sogar ins Schlafzimmer. Bis Oktober ist der bildliche Querschnitt durch die Geschichte des Skiweltcups zu sehen.

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