St. Johann
Am "Ratschtelefon" können Bürger ihre Sorgen teilen

Am Ratschtelefon nimmt St. Johanns Vize-Bürgermeisterin Evi Huber Anrufe von Bürgern entgegen, die jemanden zum Reden brauchen oder nicht wissen, an wen sie sich mit ihren Anliegen wenden sollen.
2Bilder
  • Am Ratschtelefon nimmt St. Johanns Vize-Bürgermeisterin Evi Huber Anrufe von Bürgern entgegen, die jemanden zum Reden brauchen oder nicht wissen, an wen sie sich mit ihren Anliegen wenden sollen.
  • Foto: Huber
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

Das "Ratschtelefon" in St. Johann schafft ein neues Gesprächsangebot für die Bürger und schenkt den Menschen ein Ohr.

ST. JOHANN. Um in schwierigen Zeiten eine weitere Anlaufstelle für die Menschen zu schaffen, gibt es in St. Johann ab sofort ein "Ratschtelefon". Menschen, die jemanden zum Reden brauchen oder nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, können hier einfach zum Hörer greifen und ihre Sorgen teilen. Vize-Bürgermeisterin Evi Huber (SPÖ) widmet sich mit freiwilligen Unterstützern dieser Initiative.

Ohne Netzwerk keine Chance

Das Ratschtelefon funktioniert ähnlich einer Telefon-Seelsorge nach einem Pinzgauer Vorbild: In Saalfelden hat SPÖ-Politikerin Barbara Thöny bereits vor mehreren Jahren "Das Rote Telefon" ins Leben gerufen. Die Idee, dieses Konzept auch in St. Johann umzusetzen, hatte Huber schon länger, doch jetzt sei es wirklich an der Zeit:

"Es gibt Menschen, die kommen dank stabiler Familienverhältnisse und dank des Freundeskreises gut durch die Krise, andere haben dieses Netzwerk nicht und tun sich schwerer."
– Vize-Bürgermeisterin Evi Huber

Sie wurde zuletzt öfter von Menschen mit verschiedensten Problemen kontaktiert: "Zum Beispiel waren es Leute in Quarantäne, für die ich dann einen kleinen Lebensmitteleinkauf erledigt habe", berichtet Huber.

Für kleine Anliegen melden

Sie ist es auch, die am Ratschtelefon den Hörer abnimmt oder zurückruft, wenn sie gerade nicht erreichbar ist. Gemeinsam mit sechs Unterstützerinnen und Unterstützern wickelt sie die Gespräche persönlich ab. "Es haben sich mehrere Leute angeboten, bei dieser Initiative mitzuhelfen und es können sich auch gerne weitere Unterstützer einbringen", sagt die Vize-Bürgermeisterin. Ziel ist es, niederschwellig Unterstützung anzubieten: "Wenn zum Beispiel jemand einen Spaziergang braucht, kann man sich gerne bei uns melden."

Das Ratschtelefon bietet keinen psychosozialen Dienst, aber man hilft, wo man kann, und leitet die Betroffenen gerne an Hilfsorganisationen weiter.
  • Das Ratschtelefon bietet keinen psychosozialen Dienst, aber man hilft, wo man kann, und leitet die Betroffenen gerne an Hilfsorganisationen weiter.
  • Foto: Huber
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

Möglichkeit zum Kontakt bieten

Gerade viele Senioren seien schon seit rund einem Jahr auf sich allein gestellt. Zwar seien einige mit der Familie virtuell in Kontakt, viele hätten diese Möglichkeit aber nicht – und Huber weiß:

"Manche wollen ihre Geschichte auch mal jemand anderem erzählen."
– Vize-Bürgermeisterin Evi Huber

Die Gespräche bleiben am Ratschtelefon freilich vertraulich. Melden kann sich jeder, bei Bedarf wird auch an andere Stellen vermittelt. "Wir sind kein psychosozialer Dienst, aber helfen gerne, wo wir können, und leiten die Betroffenen auch gerne an Hilfsorganisationen weiter."

Sprachrohr für zukünftige Projekte

Neben der direkten Hilfe soll das Ratschtelefon auch Entlastung für andere Familienmitglieder sein. "Viele Menschen sind durch Arbeit und Home Schooling schwer unter Druck, da sind zusätzliche Probleme in der Familie oft nicht mehr zu schaffen", weiß Huber. Sie hofft, dass sich aus den Gesprächen auch zukünftige Projekte für die Bezirkshauptstadt ergeben und denkt etwa an Räumlichkeiten für Senioren: "Vor allem ältere Menschen trauen sich oft nicht zu sagen, dass sie gerne bestimmte Angebote im Ort hätten. Aber so wie es Jugendzentren gibt, sollte es auch Seniorenzentren geben, wo die Menschen sich treffen, Karten spielen oder Kaffee trinken können. Es ist kein Wunschtelefon, aber aus den Gesprächen hört man immer etwas heraus. Den Menschen ein Ohr zu geben und ihnen Zeit zu schenken sind zwei der wertvollsten Dinge."

>>> Mehr News aus dem Pongau findest du >>HIER<<
>>> Mehr Artikel von Alexander Holzmann findest du >>HIER<<

Am Ratschtelefon nimmt St. Johanns Vize-Bürgermeisterin Evi Huber Anrufe von Bürgern entgegen, die jemanden zum Reden brauchen oder nicht wissen, an wen sie sich mit ihren Anliegen wenden sollen.
Das Ratschtelefon bietet keinen psychosozialen Dienst, aber man hilft, wo man kann, und leitet die Betroffenen gerne an Hilfsorganisationen weiter.

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen