Unser Altenmarkt
Ausgezeichnetes Hoamathaus

Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Kustodin Helga Sobota, Museumsleiter Peter Listeberger und Jurymitglied Thorsten Sadowsky bei der Übergabe des Museumsschlüssel.
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  • Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Kustodin Helga Sobota, Museumsleiter Peter Listeberger und Jurymitglied Thorsten Sadowsky bei der Übergabe des Museumsschlüssel.
  • Foto: LMZ
  • hochgeladen von Anita Marchgraber

Bei der Verleihung des achten Salzburger Museumsschlüssel bekam das "Hoamathaus" in Altenmarkt neben dem Stille Nacht Museum Hallein einen Anerkennungspreis zugesprochen.

ALTENMARKT. Das "Hoamathaus" in Altenmarkt setzt sich wie der Name schon sagt mit der eigenen Heimat auseinander. Da dies aber nicht durch ein wildes Sammelsurium aus Altenmarkts Vergangenheit sondern mit einem gezielten Schwerpunkt geschieht, sticht es unter den anderen Heimatmuseen heraus.

Unromantisch und schnörkellos

Das erkannte auch die Jury des Salzburger Museumsschlüssel und überreichte den Altenmarktern dafür einen Anerkennungspreis. Die Jury bezeichnet das "Hoamathaus" als Best-Practise-Beispiel: "Das Team hat eine gute Auswahl an Objekten getroffen, es hat sich auf ein Thema – das Frauenleben – fokussiert und es hat professionelle Museumsberatung hinzugezogen." In Altenmarkt werfe man einen unromantischen Blick auf das harte Leben der Frau im bäuerlichen Umfeld. Es fände keineswegs eine Verklärung des einfachen Landlebens statt. "Anhand von Objekten und Zeitzeugen-Dokumenten vollzieht man von Zimmer zu Zimmer, von Themestation zu Themenstation das Leben der Frau nach, ungeschminkt und ohne Schnörkel", lobt die Jury. Dafür gab es den mit 1.800 Euro dotierten Anerkennungspreis.

Studenten ins Boot geholt

Derzeit punktet das Hoamathaus zusätzlich mit der Sonderausstellung "Zeitspuren – Wie * Hat sich Altenmarkt verändert?". Dabei wird die Geschichte Altenmarkts in den vergangenen 50 Jahren beleuchtet. In der Ennspongauer Gemeinde hat sich in dieser Zeit viel getan, alleine zwischen 1968 und 2018 ist die Zahl der Nächtigungen von 127.993 auf 671.344 gestiegen. Die Ausstellungen des "Hoamathaus" wurden bisher von den ehrenamtlichen Mitarbeitern alleine gestemmt, doch dieses Mal holte man sich professionelle Hilfe aus Wien. Mit Hilfe der Wiener Anthropologen Gertraud Seiser und Wolfgang Kraus von der Universität Wien wurde aus der Ausstellung auch ein Forschungsprojekt. 13 Studenten befassten sich mit der Frage "Wie hat die Bevölkerung von Altenmarkt den erfolgten Zeitenwandel und die großen Veränderungen wahrgenommen?".

Geschichte wird greifbar

Die Ergebnisse der intensiven Wissenschaftlichen Arbeit, sollten für die Altenmarkter und die Besucher des Museums auch praktisch greifbar werden. Weshalb man sich entschloss vier erfolgreiche Familienbetriebe vor den Vorhang zu holen und deren Geschichte genauer zu beleuchten. Dafür stellten sich der Gastronomie- und Hotelbetrieb Rosner, das Maler- und Werbetechnik-Unternehmen Steiner, der Sportartikel-Händlerbetrieb Schneider und der Tourismusbetrieb der Familie Walchhofer in Zauchensee als praktische Beispiele zur Verfügung. Neben Schautafeln die von der ortsansässigen Firma Schneider gestaltet wurden, wird mithilfe von Videoinstallationen die Geschichte der Betriebe von den Familien selbst erzählt. Die Sonderausstellung hört nicht in der Vorhalle auf, im gesamten Museum finden sich immer wieder zeitliche Brüche. Der Besucher wird dadurch immer wieder auf das Thema zurückgeführt.

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