Daten der Geologen noch ausständig

So sah die Liechtensteinklamm vor dem Felssturz im Mai aus.
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Die Zukunft der Liechtensteinklamm als Besucherattraktion der Stadtgemeinde St. Johann bleibt ungewiss. "Mitte Dezember rechnen wir mit den Daten der Geologen. Aufgrund der Auswertungen können wir im Anschluss überprüfen, welche Maßnahmen nötig wären, um die Klamm wieder begehbar zu machen", sagt St. Johanns Bürgermeister Günther Mitterer (ÖVP).

Rückblick:

Am 27. Mai donnerten gegen 17 Uhr mehrere Tonnen Gestein unterhalb der Großarler Landesstraße auf Höhe des Tiefblicks in die Klamm. Abgerutscht ist ein Teil der alten Großarler Landesstraße. Gesteinsbrocken versperrten 17 Personen den Weg. Vier von ihnen wurden leicht verletzt. Seither ist das beliebte Ausflugsziel geschlossen.

Attraktivität vor Kostenhöhe

Geologe Roland Rauscher, Landesgeologe Rainer Braunstingl und der Statiker des Brückenbauamtes Johann Steiger arbeiten nach wie vor intensiv an der Festlegung weiterer Vorgehensweisen. Auch Fachleute der BOKU und der TU Wien sowie der TU Graz werden für ihre Einschätzungen der Lage herangezogen. "Ihre Ergebnisse bilden die Basis für die weiterführenden Sicherheitsmaßnahmen und eine genaue Kostenaufstellung", sagt Mitterer. Ob die Liechtensteinklamm wieder eröffnet werden kann, liege laut Bürgermeister Mitterer viel weniger daran, ob sich die Stadtgemeinde die Umbauarbeiten für eine Wiedereröffnung leisten könne, als vielmehr daran, ob die Attraktivität der Klamm erhalten bleiben könne.

Tunnel oder Spritzbeton

"Wenn eine Wiedereröffnung nur mit Tunnelsystemen oder Spritzbeton an den Felswänden gewährleistet werden kann, müssen wir die Sinnhaftigkeit der Umsetzung in Frage stellen", sagt der Ortschef. Schließlich würden die Besucher kommen, um ein Naturschauspiel Haut nah zu erleben und nicht, um durch "Einhausungen" zu spazieren. Natürlich hoffe man aber auf eine Wiedereröffnung, denn: "Vergangenes Jahr wurden in der Liechtensteinklamm 210.000 Besucher gezählt. Diese Sommerattraktion fehlt nicht nur uns St. Johannern, sondern auch den umliegenden Gemeinden für deren Gäste", weiß der Bürgermeister.

So sah die Liechtensteinklamm vor dem Felssturz im Mai aus.
Bgm. Günther Mitterer: "Bis jetzt haben wir 250.000 Euro für die Aufräumarbeiten und die Datenerhebung in der Liechtensteinklamm ausgegeben."

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