Der Sessellift ist ihr Arbeitsplatz

Seilbahntechniker sind handwerkliche Multitalente.
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  • Seilbahntechniker sind handwerkliche Multitalente.
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Der relativ "junge" Lehrberuf Seilbahntechniker genießt gerade in alpinen Regionen hohen Stellenwert.

WAGRAIN (aho). 15 Lehrlinge im Bereich Seilbahntechnik beschäftigt Snow Space Salzburg in Flachau, Wagrain und St. Johann aktuell. Ihr Tätigkeitsfeld ist breit gestreut und reicht von elektrotechnischen über mechanische bis hin zu hydraulischen Aufgabenbereichen.

Weiterbildung ist viel Wert

"Auch Dienstleistungen, speziell Kundenkontakt mit den Skigästen, gehören zum Seilbahntechniker-Beruf dazu", erklärt Stefan Hohenwallner, Lehrlingsausbildner in Wagrain. Seilbahntechniker gilt als recht junger Lehrberuf, der erst im Jahr 2008 geschaffen wurde. Hohenwallner selbst absolvierte eine Lehre als Elektrotechniker und hat den Seilbahntechniker dann am zweiten Bildungsweg gemacht, 2013 folgte die Ausbildung zum Betriebsleiter. "Unsere Sparte bietet gute Aufstiegsmöglichkeiten, etwa zum Bereichsleiter auf der Piste oder zum Bereichsleiter der Seilbahnanlagen. Mit höherem Schulabschluss oder Studium reicht das Seilbahnwesen bis zum Wirtschaftsingenieur", berichtet Hohenwallner: "Bei uns wird Weiterbildung groß geschrieben, auch die Lehre mit Matura ist ein Angebot. Zudem können Lehrlinge mit einem Jahr verlängerter Lehrzeit auch die Doppellehre als Elektrotechniker und Seilbahntechniker absolvieren."

Im Winter läuft der Job hauptsächlich an der Liftstation und auf den Pisten ab, im Sommer stehen Revisionen und Wartungen der Seilbahnanlagen am Programm.
  • Im Winter läuft der Job hauptsächlich an der Liftstation und auf den Pisten ab, im Sommer stehen Revisionen und Wartungen der Seilbahnanlagen am Programm.
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Arbeiten, wo andere urlauben

Während im Winter vor allem der Dienst direkt an der Liftstation sowie auf den Pisten und bei der Beschneiung erfolgt, stehen im Sommer Revisionen und Wartungen der Bahnen am Programm. Voraussetzungen für den Lehrberuf seien körperliche Belastbarkeit, handwerkliches Geschick, Schwindelfreiheit und ein Schulabschluss mit guten Kenntnissen in Mathematik und Physik. "Auch in jungen Jahren wissen es unsere Lehrlinge schon zu schätzen, dass sie dort arbeiten können, wo andere Urlaub machen – in den Bergen. Zudem sind die Bergbahnen ein bekanntes und meist ortsnahes Unternehmen", nennt der Ausbildner die Vorzüge seiner Lehrlinge: "Positiv empfinden viele auch die Vier-Tage-Woche mit Dienst von Montag bis Donnerstag und drei freien Tagen am Stück." 



"Unsere Sparte bietet gute Aufstiegsmöglichkeiten und die Möglichkeit zur Doppellehre."Stefan Hohenwallner

Keine reine Männerdomäne

Ein Job bei der Seilbahn gilt als sicherer und zukunftsträchtiger Arbeitsplatz, weil Fachkräfte nach wie vor Mangelware sind und der Sommertourismus immer stärker wird. Für Quereinsteiger, etwa AHS-Absolventen, bietet sich auch die "duale Akademie" mit einer Lehre nach der Matura an. "Teilweise können Fächer in der Berufsschule angerechnet werden, Absolventen der Landwirtschaftsschule steigen gleich im zweiten Lehrjahr ein", erzählt Hohenwallner. "Dass der Beruf keine reine Männerdomäne ist, zeigt der Werdegang von Bibiana Riepler. Sie absolvierte das Gymnasium, machte dann die Lehre zur Seilbahntechnikerin und ist mittlerweile zur Betriebsleiterin aufgestiegen." 
Vier bis fünf Lehrlinge werden in Snow Space Salzburg durchschnittlich pro Jahr aufgenommen. Mit einem Buddy-System, bei dem ältere Lehrlinge den Neueinsteigern zur Seite stehen, ist ein attraktiver Einstieg ins Berufsleben geboten.


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