Bischofsmütze
Felsbrocken auf Bischofsmütze gesprengt

Die Sprengung auf rund 2.200 verlief, dank guter Vorbereitung, nach Plan.
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  • Die Sprengung auf rund 2.200 verlief, dank guter Vorbereitung, nach Plan.
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Der riskant gelegene Felsbrocken auf der Bischofsmütze wurde am Freitag, dem 18. Oktober, erfolgreich gesprengt.

FILZMOOS. Am Nachmittag des 18. Oktober wurde der hochalpine Einsatz, zur Sprengung eines Felsbrocken, auf der 2.458 Meter hohen und markanten Bischofsmütze erfolgreich abgeschlossen. Der instabile 25 Kubikmeter große Kalkfels konnte mittels Sprengung zerkleinert werden. „Und die Arbeiten gehen weiter. Am Wochenende werden Bergretter die größten Restbrocken wegräumen, nächstes Jahr wird die Kletterroute saniert“, so Gerald Valentin vom Landesgeologischen Dienst noch am Freitag.

Winter lockerte Brocken

Bereits im Sommer berichteten die Bezirksblätter über die mögliche Gefahr durch den Felsbrocken in der so genannten Mützenrinne unterhalb der gleichnamigen Scharte. Der viele Schnee des vergangenen Winter hatte ihn nach vorne geschoben, wodurch er instabil wurde und auf den Normalweg auf die Bischofsmütze abzustürzen drohte. „Es bestand aber keine akute Gefahr für die rund 1.000 Kletterer, die pro Jahr dieses alpine Wahrzeichen besteigen. Daher haben wir uns für eine vorsorgliche Sprengung erst jetzt im Oktober entschieden“, erklärt Valentin.

Bergretter räumen aauf

Dank der Vorbereitungen durch den Landesgeologischen Dienst, die Bergrettung und einer Spezialfirma aus St Veit verlief die Sprengung nach Plan und die 25 Kubikmeter Kalk zerfielen in viele kleinere Teile. Am Wochenende haben Bergretter aus Filzmoos, Annaberg und Flachau die größten Restbrocken aus der Rinne entfernt „Diese riskante Aufgabe erfordert natürlich strenge Sicherheitsmaßnahmen für alle Beteiligten, wir werden alle Arbeiten am Seil durchführen. Es müssen teilweise auch Wanderwege unterhalb gesperrt werden, beziehungsweise werden wir auf die Sicherheit von Wanderern in der Gegend besonders achten“, versichert Coen Weesjes, Ortsstellenleiter von Filzmoos.

Den Rest macht der Schnee

Was die Bergretter in dieser Zeit nicht schafften, könnte der Winter und Schnee erledigen und die Gesteinsbrocken abrutschen lassen. „Wir werden uns alles im Frühling noch einmal anschauen und dann weiter entscheiden. Fest steht, dass die Sicherungshaken in der Kletterroute, also am Normalweg auf die Bischofsmütze, beschädigt wurden und saniert werden“, versichert Gerald Valentin. Der markante Berg steht ohnehin mit zahlreichen Messpunkten unter Dauerbeobachtung des Landesgeologisches Dienstes.

Die Sprengung auf rund 2.200 verlief, dank guter Vorbereitung, nach Plan.
Zerbröselt ist bei 25 Kubikmetern ein relativer Begriff.
Autor:

Anita Marchgraber aus Pongau

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