Fristen gefordert
Geld von Auslandspatienten landet zu spät im Spital

Das Klinikum Schwarzach muss auf Rückerstattungen warten.
  • Das Klinikum Schwarzach muss auf Rückerstattungen warten.
  • Foto: KSK
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Behandlungskosten von EU-Ausländern werden erst nach 18 Monaten fällig – viel zu spät, sagt Neos-Gesundheitssprecher Sebastian Huber. Auch im Klinikum Schwarzach wünscht man sich eine Verkürzung der Zahlungsfristen. 

SCHWARZACH. Während viele auf die Rückkehr des Wintertourismus hoffen, drängt sich in Spitälern ein anderes Problem auf: die Geldforderung der Behandlungskosten für ausländische Patienten. Laut EU-Gesetz gilt eine Zahlungsfrist von 18 Monaten nach Einlangen der Forderung beim ausländischen Versicherungsträger. "Für uns Neos ist diese Zahlungsfrist im Jahr 2021 viel zu lang", sagt Gesundheitssprecher Sebastian Huber, der einen entsprechenden Antrag im Landtag einbrachte.

Verkürzung auf sechs Monate gefordert

"Die teils hohen Ausstände von EU-Ausländern, insbesondere bei Krankenhäusern mit privaten Trägern in Tourismusgebieten, bremsen Investitionen und sorgen für Planungsunsicherheit. Deshalb fordern wir eine Reduktion dieser Zahlungsfrist auf sechs Monate“, sagt Huber. Der Anteil der EU-Gastpatienten im Kardinal Schwarzenberg Klinikum (KSK) Schwarzach lag in den Jahren 2017 bis 2020 bei durchschnittlich vier Prozent. 50 bis 60 Prozent davon – sowohl ambulant, als auch stationär – wurden im ersten Quartal, also in der Wintersaison, verbucht. Die offenen Posten von EU-Gastpatienten betrugen in diesem Zeitraum zwischen 10,7 und 11,8 Millionen Euro jährlich.

Mit Krediten Zeit überbrücken

"Die Herausforderung für private Krankenhäuser mit öffentlichem Versorgungsauftrag ist, dass den offenen Forderungen die monatlich fälligen Personal- und Materialkosten gegenüber stehen. Wir müssen diese Lücke durch Zwischenfinanzierung über Bankkredite in Millionenhöhe schließen", sagt Florian Emminger, Leiter Unternehmenskommunikation im KSK. "Das Geld für unsere Leistung bekommen wir erst bis zu 18 Monate später." Oft dauere es sogar nochmals bis zu drei Monate länger, etwa durch Wartezeiten auf Kostenübernahme, weil nur vierteljährlich Abrechnungen durch den Gesundheitsfonds über den Dachverband der Sozialversicherungsträger erfolgen. "Eine Verkürzung des Zahlungsziels wäre aus Gründen der Liquidität auf jeden Fall ein Vorteil. Eine Reduktion auf sechs Monate, wie von den Neos gefordert, halten auch wir daher für sinnvoll", sagt Emminger.

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