Großeinsatz für Pongauer Feuerwehren bei Sägehallen-Brand in Radstadt

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich das Gebäude bereits in Vollbrand – die höchste Alarmstufe 4 wurde ausgegeben.
  • Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich das Gebäude bereits in Vollbrand – die höchste Alarmstufe 4 wurde ausgegeben.
  • Foto: Feuerwehr Radstadt
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

RADSTADT (aho). 125 Einsatzkräfte mit rund 35 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rotem Kreuz sowie der Polizei standen in der Nacht vom 29. auf 30. Dezember beim Großband eines Sägewerks in Radstadt etwa zehn Stunden im Einsatz. Nachdem die Feuerwehr Radstadt um 23:12 Uhr alarmiert wurde, setzten bereits mehrere Menschen einen Notruf ab. Daher erhöhte der Einsatzleiter schon auf der Anfahrt auf Alarmstufe 3 und alarmierte somit die Feuerwehren Altenmarkt, Eben sowie St. Johann mit dem Kommandofahrzeug mit.

Sieben Feuerwehren im Einsatz

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Sägewerk bereits im Vollbrand, der sich auch auf die direkt angrenzenden Bürogebäude erstreckte. Aufgrund der fortgeschrittenen und schnellen Brandausbreitung wurde unmittelbar die höchste Alarmstufe 4 ausgegeben sowie das Atemschutzfahrzeug des Bezirkes Pongau nachalarmiert. Seitens der Feuerwehr trafen auch Einsatzkräfte aus Reitdorf, Untertauern und Bischofshofen ein.

Kälte erschwerte die Löschbedingungen

„Bedingt durch den umfassenden Kräfteeinsatz auch durch überörtliche Einsatzkräfte konnte der Brand innerhalb rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Eine Herausforderung stellten jedoch die niedrigen Temperaturen dar, da gerinnendes Löschwasser unmittelbar zu einer starken Vereisung der Umgebung führte“, erklärt Ortsfeuerwehrkommandant Gerald Prodinger. „Zudem musste für die Löscharbeiten das Dach geöffnet und teilweise abgetragen werden“.

Nachbargebäude geschützt

Die Arbeit der Feuerwehr konzentrierte sich vorrangig auf den Schutz der angrenzenden Gebäude, einer Tischlerei sowie Büro- und Wohngebäude, um eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Zudem unternahmen die Einsatzkräfte einen umfassenden Löschangriff und stellten die dazu erforderliche Wasserversorgung über die nahegelegenen Fließgewässer sicher. "Brand-Aus" konnte aufgrund der aufwändigen Löscharbeiten abschließend erst um 08:15 Uhr gegeben werden, die Brandwache und damit verbundene Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden, teilt die Feuerwehr Radstadt mit.

Sägewerk vom Pech verfolgt

Zur Brandursache konnte zunächst keine Aussage getroffen werden, die Ermittlungen werden von der Fachgruppe Brandursachenermittlung der Polizei durchgeführt. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist jedoch groß. Das Sägewerk in Radstadt verzeichnet damit innerhalb von wenigen Jahren einen weiteren enormen Schadensfall: Erst 2012 war ein Teil der Sägewerkshalle unter der damaligen großen Schneelast eingestürzt. 
Nach dem Brand des Sägewerks in Großarl im Jahr 2016 handelte es sich um den zweiten Großbrand in einem Sägewerk innerhalb von zwei Jahren im Pongau.

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