ART ON SNOW GASTEIN
Hart wie Beton, weich wie Flaum und zerbrechlich wie Glas

Der Zeller Schneekünstler Franz Kaufmann zaubert hier einen Uhu aus Eis
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Anfang Februar 2020 präsentierten wieder viele Künstler Werke, völlig unterschiedlicher Richtung im Gasteinertal. Alle Kunstwerke sind strahlend schön und dennoch zerbrechlich und vergänglich.
GASTEIN (rok). In der neunten Ausgabe des Festivals „ART ON SNOW“ stand alles unter dem Motto „Waldbewohner“. Erst war es nur ein riesiger Schneewürfel im Zentrum von Bad Gastein. Dann hört man ein dumpfes Sägen und Meißeln. Überflüssiger Schnee rieselt zu Boden, Schneestaub wird von den Flächen gewischt und einige Stunden später spiegelt sich daraus ein überdimensionaler Luchskopf wider: Franz Kaufmann geht einen Schritt zurück und betrachtet den Schneeblock.

Weiß und eiskalt: atemberaubende Skulpturen

„Unsere Arbeit ist eine sehr vergängliche Kunst“, sagt Kaufmann. „Es ist eine Arbeit für den Augenblick. Das macht aber den Reiz aus. Als Bildhauer hätten wir Monate Zeit für solche Skulpturen. Als Eiskünstler hier bei diesem Festival nur ein paar Stunden. Selbst bei Minusgraden halten die Werke nur kurz,“ deutet Franz Kaufmann mit seinem Handschuh auf die aus Schnee geschnitzten Ohren des Luchses. „Die feine Maserung des Felles ist bald kaum noch zu erkennen. Das macht das milde Wetter und der Wind“, erklärt der Künstler. „Selbst bei minus 15 Grad zerstört der Wind innerhalb von Tagen die feinen Details der Skulptur und genau darum finde ich das Spiel mit dem glitzernden Material, das hart wie Beton, weich wie Flaum und zerbrechlich wie Glas ist, so faszinierend,“ schwärmt der Zeller Künstler. Die Wasserfallbrücke ist prachtvolle Kulisse von Franz Kaufmanns zweiter Skulptur: einem zwei Meter großen Uhu, der wie im echten Leben klare, kalte Winternächte liebt. Dieser Waldbewohner wurde aus neun Eisblöcken (je 100 x 50 x 25 Zentimeter) mit Kettensäge und dann immer kleineren Schnitzwerkzeugen gefertigt. Unter dem Motto „Waldbewohner“ arbeiteten beim Festival „Art on Snow“ insgesamt acht Künstler aus Österreich und Deutschland an insgesamt 15 Schnee- und Eisskulpturen. Tag für Tag verbrachten sie mehrere Stunden damit, ihre Kunstwerke in die richtige Form zu bringen.

Gasteiner Eiskünstler

Der gebürtige Bad Hofgasteiner Küchenchef Alex Neumayer – ein weltweit gefragter Obst- und Gemüseschnitzer verwandelte einen Eisblock zu einem majestätischen Adler und lud an der Talstation der Fulseckbahn in Dorfgastein zu einem Eisschnitz-Workshop. Hans Gold ein passionierter Bad Gasteiner Holzbildhauer fertigte aus 90 Kubikmeter Schnee zusammen mit dem Gasteiner Koch Manfred Höhenwarter die legendäre Schneekapelle am Stubnerkogel. Dieser Sakralbau ist bereits viele Jahre Bestandteil von „Art on Snow“ in der auch bereits geheiratet wurde. „Alles in allem war es eine tolle Woche und wir freuen uns schon auf die Jubiläumsauflage „Art on Snow“ 2021 ich hoffe ich bin wieder dabei“ bedankte sich zum Schluss Franz Kaufmann.

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