Optimismus zu spüren: Liechtensteinklamm-Wirt blickt positiv in Zukunft

Das ganze Jahr 2017 bleibt die Liechtensteinklamm geschlossen – Thomas Obersteiner vom Gasthaus Liechtensteinklamm hofft auf einen erneuten Betrieb ab 2018.
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ST. JOHANN (aho). Trotz ungewisser Lage blicken die Betreiber des Gasthof Liechtensteinklamm optimistisch auf eine mögliche Wiedereröffnung der Touristenattraktion im nächsten Jahr. Die Liechtensteinklamm muss nach dem massiven Felssturz vom 27. Mai für die ganze Saison 2017 geschlossen bleiben, auch der Gasthof muss in dieser Zeit zusperren. "Es hätte keinen Sinn für uns, ohne Betrieb in der Klamm das Gasthaus zu öffnen. Dazu sind wir zu weit vom Schuss, das Risiko wäre viel zu groß", weiß Betreiber Thomas Obersteiner. Er ist froh, dass nicht mehr passiert ist: "Wären die Felsen zu einer anderen Tageszeit runter gefallen, gäbe es womöglich Tote."

Noch gibt's keine Entscheidung

Ob die Klamm wieder geöffnet werden kann, ist allerdings noch nicht gewiss. "Wir arbeiten die Sache derzeit geologisch mit Fachleuten auf. Zunächst muss die betroffene Rinne gesichert und geräumt werden, damit die Steganlagen wieder hergerichtet werden können", sagt Bgm. Günther Mitterer. "Wir werden alles versuchen, um die Klamm wieder zu öffnen. Aber es ist noch zu früh, jetzt darüber eine Entscheidung zu treffen. Dazu müssen wir erst die Erkenntnisse aus dem Vorfall in ein neues Sicherheitskonzept einfließen lassen", erklärt der Ortschef.

Solidarität spürbar

Für Familie Obersteiner begann nun das große Aufräumen. Alles, was für die heurige Saison gerade erst vorbereitet wurde, muss jetzt wieder weg – von Souvenirs bis zu Speisen und Getränken. Solidarität spürt die Wirtsfamilie von Unternehmern in der Umgebung. "Mehrere Betriebe haben uns angeboten, unsere Lebensmittelvorräte, die wir nicht zurückgeben können, abzunehmen. Einige würden sogar vorrübergehend Leute einstellen. Herr Felser von der Wirtschaftskammer war persönlich vor Ort und bot jede Hilfe an, die möglich ist", lobt Obersteiner. Zugute kommt den Betreibern ihr besonderes Pachtverhältnis, bei dem sie nur für jene Monate zahlen, in denen auch Betrieb herrscht. "In der heurigen Saison müssen wir nur für den Mai Pacht zahlen. Das ist eine tolle Geste von Frau Schiffer, die uns wirklich sehr entgegen kommt", sagt Senior-Chef Herwig Obersteiner.

Manche Besucher verärgert

Während des Gesprächs mit den Bezirksblättern stehen plötzlich Touristen vorm Gasthof und erkundigen sich, wie lange denn die Klamm gesperrt sei. "Das ganze Jahr", antwortet Obersteiner. "Oje, da müssten wir lange hier bleiben", nehmen es die Gäste mit Humor. Solche Fragen hören die Wirte täglich, nicht immer sind die Reaktionen so freundlich. "Manche reisen von weit her an und sind natürlich enttäuscht und teilweise auch wütend", sagt Herwig Obersteiner.
Der Senior-Chef ist bereits seit 43 Jahren in der Klamm. Er und die ganze Familie stehen hinter Sohn Thomas. "Alleine würde ich wahrscheinlich verzweifeln, aber wir lassen den Kopf nicht hängen", freut sich der 26-Jährige über den Zusammenhalt. Auch sein Vater glaubt fest an eine Wiedereröffnung: "St. Johann wird es sich nicht leisten können, diese Attraktion gänzlich zu schließen. Sie ist nicht nur ein großer Touristenmagnet, sondern auch ein Wahrzeichen der Stadt. Die Schließung könnte wirtschaftliche Auswirkungen auf die ganze Region haben."

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Das ganze Jahr 2017 bleibt die Liechtensteinklamm geschlossen – Thomas Obersteiner vom Gasthaus Liechtensteinklamm hofft auf einen erneuten Betrieb ab 2018.
Der Souvenier-Shop wurde gerade erst neu aufmagaziniert, jetzt muss er schon wieder geräumt werden.

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