Dringender Bedarf
Pongau braucht weiteres MRT-Gerät

Erstattungsfähige bzw. kassenfähige MRT-Geräte sind im Innergebirg Mangelware.
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  • Erstattungsfähige bzw. kassenfähige MRT-Geräte sind im Innergebirg Mangelware.
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Landtag setzt sich für zusätzliches Kassengerät zur Magnetresonanztomographie im Innergebirg ein.

PONGAU (aho). Nur zwei erstattungsfähige MRT-Geräte (Magnetresonanztomographie) stehen im gesamten Innergebirg zur Verfügung. Der Sozial-, Gesellschafts- und Gesundheitsausschuss des Landes will jetzt den Druck auf die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erhöhen, um für den Pongau ein zusätzliches MRT-Gerät zur Verfügung zu stellen.

Zu lange Warte- und Fahrzeiten

Der Salzburger Neos-Gesundheitssprecher Dr. Sebastian Huber, dessen Partei den Antrag eingebracht hat, ist im Zivilberuf selbst niedergelassener Facharzt für Innere Medizin in der Stadt Salzburg. „Für die Patienten aus dem Pongau und dem Lungau sind die langen Fahrtwege in die Stadt oder die Wartezeiten im Klinikum Schwarzach nicht zumutbar. Gerade nach der Corona-Krise sollten regionale Versorgungsangebote im Gesundheitsbereich ermöglicht bzw. ausgebaut werden", sagt Huber.

Dr. Sebastian Huber: "Die Patienten im Pongau verdienen sich eine rasche und günstige MR-Behandlung."
  • Dr. Sebastian Huber: "Die Patienten im Pongau verdienen sich eine rasche und günstige MR-Behandlung."
  • Foto: Mike Vogl
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In Großgeräteplan aufnehmen

Mit einem einstimmigen Beschluss hat man sich bei der Landtagssitzung am 16. September darauf geeinigt, dass sich die Landesregierung bei der Landes- und Bundeszielsteuerungskommission für die Aufnahme eines weiteren MRT-Geräts im Pongau in den Großgeräteplan stark machen soll. "Erst dann besteht Möglichkeit zur Verrechnung mit der Sozialversicherung, dann können 80 Prozent der Kosten refundiert werden. Die letzte Stufe wäre ein MRI-Kassenvertrag, damit 100 Prozent erstattet werden können", erklärt Huber.

Nur zwei Geräte im Innergebirg

In der gesamten Versorgungsregion 52 (Pongau, Pinzgau, Lungau) gibt es nur zwei erstattungsfähige MRT-Geräte, bei denen Kassenleistungen bzw. Kostenerstattungen erbracht werden können. Diese Standorte befinden sich in den Krankenhäusern Zell am See und Schwarzach. Das MRT-Gerät im Krankenhaus sei primär für stationierte Patienten vorgesehen, aber mit den Öffnungszeiten könne man nicht ganz den Bedarf abdecken, weiß Huber. Deshalb brauche es eine zweite Stelle im niedergelassenen Bereich.

"Die Versorgungsregion 52 weist eine Dichte von ca. 92.000 Einwohnern pro MRT-Gerät auf. Wenn man nur Pongau und Lungau gemeinsam betrachtet, kommt auf 102.000 Einwohner, genau ein einziges MRT-Gerät. Dabei sind hier die Touristen in den Wintermonaten noch gar nicht mitgerechnet." (Dr. Sebastian Huber)

In der Versorgungsregion 51 (Außergebirg) kämen hingegen nur 50.000 Einwohner auf ein MRT-Gerät.

Huber: "Die ÖGK blockiert"

"Rund 250 Euro an Gesamtkosten kostet das private MRT die Patienten", weiß Huber. "Es ist sehr ärgerlich, dass ein eigentlich bewilligungsfähiges Kassen-MRT von Seiten der Österreichischen Gesundheitskasse blockiert wird. Dabei wäre der Pongau wahrscheinlich der letzte Bezirk in Österreich, in dem noch ein ‚Kassen-MRT-Gerät‘ bewilligt werden kann“, sagt Huber, der sich über die große Zustimmung im Salzburger Landtag freute. "Es ist eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung nötig. Die Patienten im Pongau und Lungau verdienen sich eine rasche und günstige MR-Behandlung“, betont Huber, der innerhalb eines Jahres mit einer definitiven Entscheidung rechnet.

>>> Mehr News aus dem Pongau finden Sie >>HIER<<

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Dr. Sebastian Huber: "Die Patienten im Pongau verdienen sich eine rasche und günstige MR-Behandlung."

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