Bildung
Pongaus Sonderschulen öffneten ihre Türen

Unterrichten kann Landesrätin Maria Hutter noch immer, zur Freude dieses Bad Hofgasteiner Schülers.
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  • Unterrichten kann Landesrätin Maria Hutter noch immer, zur Freude dieses Bad Hofgasteiner Schülers.
  • Foto: Land Salzburg/Neumayr
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Am 24. Jänner – dem internationalen Tag der Bildung – luden die vier Pongauer Sonderschulen zum Tag der offenen Tür ein.

PONGAU. Radstadt hat eine, Bischofshofen hat eine, St. Johann hat eine und auch Bad Hofgastein hat eine, die Rede ist von Sonderschulen. Am internationalen Tag der Bildung öffneten diese vier ihre Türen und luden zu einem interessanten Besuch in ihren Schulalltag ein.

Prädikat: Wertvoll

Ein Großteil der Schulen hat das "eEducation Austria" Siegel, das heißt, dass die Schüler mit Hilfe digitaler Medien unterrichtet werden und den Umgang damit erlernen. In Bischofshofen werden diese beispielsweise stark für Kinder mit Sprachschwierigkeiten genutzt. Jede der Schulen zeigt überdurchschnittliches Engagement, so erhielten Radstadt und St. Johann das "Schulsport Gütesiegel" des Landes Salzburg und Bad Hofgastein das Prädikat kunstaktiv.

Unterrichten kann Landesrätin Maria Hutter noch immer, zur Freude dieses Bad Hofgasteiner Schülers.
  • Unterrichten kann Landesrätin Maria Hutter noch immer, zur Freude dieses Bad Hofgasteiner Schülers.
  • Foto: Land Salzburg/Neumayr
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Vielfalt als Erfolgsschlüssel

„Im Interesse der Kinder und der Wahlfreiheit der Eltern bedarf es auf der einen Seite inklusive Schulformen, aber auch von den auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder spezialisierten Sonderschulen“, ist Bildungslandesrätin Maria Hutter überzeugt. „Denn je nach Kind muss für die Eltern die Möglichkeit bestehen, nach ärztlicher, pädagogischer oder psychologischer Abklärung entscheiden zu können, welche Schulform ihrem Kind am gerechtesten wird und wo es seiner individuellen Lage entsprechend am besten gefördert wird“, sagt Hutter.

Spannung und Spaß, der Ballon bläst sich von alleine auf.
  • Spannung und Spaß, der Ballon bläst sich von alleine auf.
  • Foto: ASO Bischofshofen
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Schulwechsel von Vorteil

Ein gutes Beispiel dafür ist Christian, der von der Neuen Mittelschule Bischofshofen in die ASO wechselte und sich dort wesentlich wohler fühlt, da hier Mobbing offensiv behandelt wird. "Es wird hier bei Streitigkeiten sofort gehandelt", erzählt Christian. Er besucht zusätzlich das Jugendcoaching in Bischofshofen und die Produktionsschule, denn sein Wunschberuf wäre IT-Techniker. Für Christian hat sich der Wechsel gelohnt.

Lehrkräfte führten die Besucher durch die Radstädter Schule.
  • Lehrkräfte führten die Besucher durch die Radstädter Schule.
  • Foto: ASO Radstadt
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Neues kennengelernt

"Es kommen nicht nur Verwandte der Kinder und Inter-essierte, auch spontane Besucher waren heute hier. Das freut mich, denn viele verstehen noch immer nicht, was in unserer Schule gemacht wird", erklärt Elisabeth Obermoser-Kemetinger, Direktorin der allgemeinen Sonderschule St. Johann. In Radstadt nutzten Lehrkräfte und Pädagogen aus den benachbarten Volksschulen, Neuen Mittelschulen und Kindergärten das Angebot die Sonderschule kennen zu lernen. An diesem Tag wurden eine Ausstellung, ein Bewegungsparcours und die Möglichkeit das musikalische Angebot der Sonderschule Radstadt kennenzulernen. Die Besucher erhielten auch Einblick in die speziell ausgestatteten Klassen- und Therapieräume der Schulen. Besonders begeistert waren die Besucher von den Snoezelen-Räumen. Ein von zwei Niederländern entwickelter Raum zur Entspannung. (Snoezelen = snuffelen/kuscheln+doezelen/dösen)

Für Begeisterung  bei den Schülern sorgte der Hindernisparcours im Turnsaal.
  • Für Begeisterung bei den Schülern sorgte der Hindernisparcours im Turnsaal.
  • Foto: ASO Radstadt
  • hochgeladen von Anita Marchgraber

Sport und Schule

Alois Riedlecker vom Behinderten Sportverband Pongau war zum ersten Mal in der Sonderschule Bischofshofen. Veronika Lidl ist Schwimmerin für den BSV und freute sich besonders über den Besuch von Riedlecker. "Ich denke, dass die Sonderschule eine ganz wichtige Institution ist, weil Kinder mit Beeinträchtigung hier extrem gut aufgehoben sind. Das ganze Umfeld von der Erstellung des Unterrichtsprogramms bis zum Betreuerteam ist ein Wahnsinn, und man kann nur gratulieren, dass es so etwas in Bischofshofen gibt", zeigt sich Riedlecker begeistert. 

ASO St. Johann: Bildungsdirektor Region Süd Andreas Egger, Dir. Elisabeth Obermoser-Kemetinger, LR Maria Hutter, Bgm. Günther Mitterer und LAbg. Elisabeth Huber.
  • ASO St. Johann: Bildungsdirektor Region Süd Andreas Egger, Dir. Elisabeth Obermoser-Kemetinger, LR Maria Hutter, Bgm. Günther Mitterer und LAbg. Elisabeth Huber.
  • Foto: Land Salzburg/Neumayr
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Politiker Vorort

Auch die jeweiligen Bürgermeister und Gemeindevertreter der vier Ortschaften besuchten ihre Schulen und bekamen dabei so manche Anregung mit auf den Weg gegeben. Sie konnten sich selbst ein Bild über Erfolge und Bedürfnisse der Schulen machen. Die Kinder waren vor allem Begeistert, wenn die Politiker aktiv mit ihnen agierten. Lehrkräfte nutzten die Gunst der Stunde um in den eigens an diesem Tag eingerichteten Cafés – die alle von Schülern betreut wurden – ins Gespräch zu kommen.

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