Tauernbahn-Sanierung
Tauernstrecke ab heute wieder in Betrieb
- Auch Viadukte wurden saniert.
- Foto: ÖBB Marktl Photography
- hochgeladen von Johannes Brandner
Die ÖBB haben die modernisierte Tauernstrecke zwischen Salzburg und Kärnten heute planmäßig in Betrieb genommen. Fahrgäste und Pendler profitieren ab sofort von einer schnelleren Verbindung, modernen Bahnhöfen und verbessertem Komfort.
BÖCKSTEIN, MALLNITZ. Nach monatelangen Bauarbeiten ist die modernisierte Tauernstrecke seit heute wieder vollständig für den Bahnverkehr geöffnet. Die direkte Verbindung durch das Gasteinertal steht damit sowohl dem Personen- als auch dem Güterverkehr erneut zur Verfügung.
Vielfältige Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen
Die Strecke zwischen Schwarzach/St. Veit und Mallnitz wurde in den vergangenen Monaten umfassend modernisiert. Im Zuge der Sperre des Tauerntunnels wurden auch zahlreiche Bahnanlagen im Gasteinertal auf den neuesten Stand gebracht. Erneuert wurden unter anderem Viadukte, Gleise und Oberleitungen.
Mit der heutigen Wiederaufnahme des Bahnverkehrs gingen auch die drei Stationen im Gasteinertal in Betrieb. Die vollständige Erneuerung der Bahnhöfe, inklusive neuer elektronischer Stellwerke, soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Bereits bis zum Fahrplanwechsel Ende 2025 werden jedoch zentrale Verbesserungen wie Barrierefreiheit, neue Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen sowie Busumkehren realisiert.
Große Erleichterung für Pendler
Mit der Wiedereröffnung steht die schnelle Verbindung zwischen Salzburg und Kärnten wieder uneingeschränkt zur Verfügung – ein großer Vorteil für Pendler und Reisende. Auch Direktverbindungen von und nach Deutschland sind nun wieder möglich und bereits stark nachgefragt.
„Die Inbetriebnahme der Tauernstrecke nach den Bauarbeiten ist ein bedeutender Meilenstein. Ich bin stolz auf die herausragenden Leistungen unseres Teams, das unermüdlich daran gearbeitet hat, dieses Projekt erfolgreich umzusetzen. Die erste Phase der Generalsanierung ist damit abgeschlossen, wesentliche Teile des Gesamttunnels gewährleisten hohen Komfort und Zuverlässigkeit. Der Tunnel aus der ‚Kaiser-Zeit‘ wird damit Teil unserer modernen Infrastruktur und beweist unser Engagement für eine nachhaltige und zukunftssichere Mobilität“, erklärt Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.
- Ansicht Einfahrt Tauernbahntunnel von Böckstein
- Foto: ÖBB Marktl Photography
- hochgeladen von Johannes Brandner
Positive Reaktionen aus Salzburg und Kärnten
Auch in der Politik ist die Freude über die Fertigstellung groß. „Die Wiedereröffnung des Tauerntunnels ist nicht nur für die zahlreichen Pendlerinnen und Pendler eine gute Nachricht. Denn nach der umfangreichen Modernisierung der Infrastruktur wird mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn die Tauernstrecke auch fahrplantechnisch eine deutliche Aufwertung erfahren und damit für alle Reisenden und im Speziellen das Gasteinertal viele Vorteile mit sich bringen“, so Stefan Schnöll, Landeshauptfrau-Stellvertreter in einer Aussendung.
Sebastian Schuschnig, Landesrat in Kärnten für Mobilität, Tourismus und Wirtschaft, betont: „Die Erleichterung in Kärnten, dass diese wichtige Nord-Süd-Verbindung ab sofort für den Personen- und Güterverkehr wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht, ist groß. Der Tauerntunnel ist speziell für das Mölltal von enormer Bedeutung, insbesondere mit Blick auf den Pendlerverkehr. Von der Modernisierung dieser wichtigen Infrastruktur werden künftig Einheimische, Touristen und gleichsam die Wirtschaft profitieren. Sie ist aber auch angesichts der bevorstehenden Inbetriebnahme der Koralmbahn eine wesentliche Maßnahme.“
Bahnfahren mit dem Fahrrad kombiniert
Auch Sportbegeisterte profitieren von der Wiederinbetriebnahme: Der Alpe-Adria-Radweg zwischen Salzburg und Grado kann nun wieder bequem mit einer Bahnfahrt kombiniert werden. Die Tauernschleuse zwischen Böckstein und Mallnitz für Auto- und Fahrradtransport wurde bereits vor einer Woche wieder in Betrieb genommen und ist seit heute im Stundentakt unterwegs.
Um die vollständige Modernisierung der Tauernstrecke abzuschließen, ist für 2027 eine zweite Bauetappe vorgesehen. Der Fokus wird dabei auf dem Südportal liegen. Die ÖBB-Infrastruktur AG plant die Maßnahmen bereits und kündigt laufende Informationen über den Fortschritt an.
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