"Mythos Jackl"-Ausstellung
Werfens Burg wird jetzt verzaubert

Besucher tauchen bei der neuen Ausstellung auf der Burg Hohenwerfen in die Welt der Hexen und Zauberer ein.
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Die neue Ausstellung rund um Zauberer Jackl bringt Geschichte zum Angreifen auf die Burg Hohenwerfen.

WERFEN (aho). Berühmt wurde der Zauberer Jackl aus Werfen vor allem wegen des besonders blutigen Hexenprozesses um ihn im 17. Jahrhundert. Heute widmet ihm die Burg Hohenwerfen eine Ausstellung, die die Besucher in die Welt von Hexen und Zauberern eintauchen lässt.

Hexen-Geschichte Salzburgs

Dort will man Besuchern die Geschichte des Landes vermitteln: 198 Personen wurden damals angeklagt, 138 davon sogar hingerichtet, viele waren noch Kinder und Jugendliche. "Die Suche nach Objekten, die man für fünf Jahre ausleihen darf, gestaltete sich schwierig, aber nun sind Schaustücke aus 15 verschiedenen Regionalmuseen zusammengekommen", erklärt Kurator Gerhard Ammerer. Auf mehreren Ebenen reicht die Ausstellung von märchenhaften Hexengeschichten für Familien über das geschichtsträchtige Hexenwesen in Salzburg mit seinen blutigen Hexenprozessen bis hin zum neuen Hexenwesen mit den bis heute erhaltenen Kulten. Neben den zauberhaften Exponaten wurden Hologramme, Visualisierungen und Filme – zum Teil mit Drohnen – exklusiv angefertigt und gedreht.

Verbindung zum Brauchtum

Zwar sind auch Folterinstrumente ausgestellt, die Ausstellung sei aber "entschärft", wie Maximilian Brunner, Geschäftsführer der Salzburger Burgen und Schlösser, versichert: "Es werden wenig Grausamkeiten dargestellt, damit auch Kinder die Ausstellung besuchen können." In Verbindung mit dem regionalen Brauchtum entstand ein Konglomerat aus Hexen, Zauberern, Perchten und Sagengestalten. So ist etwa auch die bekannte Habergoas in der Burg zu sehen. Mit 300.000 Euro sei die Ausstellung relativ kostengünstig umgesetzt worden.

Stöckl ortet Bezug zu heute

"Die Ausstellungen ziehen ein neues Publikum an, sprechen aber auch jene Menschen erneut an, die schon hier waren", sagt LH-Stv. Christian Stöckl. Ihm war die wissenschaftlich fundierte und pädagogisch gut aufbereitete Umsetzung wichtig. "Der Inhalt der Ausstellung beschäftigt sich auch mit Beschuldigungen in einer Zeit, in der wenig Wissen vorhanden war. Bezogen auf solche Schuldzuweisungen hat die Ausstellung durchaus eine gesellschaftspolitisch wichtige Aussage für die heutige Zeit", sagt Stöckl.  

Soll Sommergäste anziehen

Das Team um Burgverwalter Karl Heinz Leitner hat viele Vorkehrungen getroffen, um in Coronazeiten gerüstet zu sein. Die Besucherzahl bis Juli liegt im Vergleich zu 2019 zwar erst bei einem Drittel, man hofft aber auch durch die Ausstellung auf einen erfolgreichen Sommer.

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