Zukunft des Happisch-Hauses wird neu geplant – Schutzhütte soll ohne Wirt auskommen

Naturfreunde-Geschäftsführer Helmut Schwarzenberger und Andreas Wimmreuter von der Naturfreunde Landesorganisation beantworteten die Fragen der Besucher.
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PFARRWERFEN (aho). Das Leopold-Happisch-Haus soll künftig ohne Hüttenwirt auskommen – so lautet das Motto der Naturfreunde Salzburg, die vergangene Woche zu einem ersten Info-Abend in Pfarrwerfen einluden. Etwa 50 Interessierte lauschten den Visionen von Geschäftsführer Helmut Schwarzenberger und diskutierten im Anschluss mit.

"Die Situation mit einem Pächter kann so nicht weitergehen", sagt Schwarzenberger. Es seien nur 500 Übernachtungen pro Saison in der abgelegenen Schutzhütte auf 1925 Metern zu verzeichnen, weshalb eine Lösung mit Hüttenwirt wirtschaftlich nicht mehr tragbar sei. Die bisherigen Pachteinnahmen hätten nicht einmal für die Bettwäsche für ein Jahr gereicht, schildert Schwarzenberger. "Wir haben die Reißleine gezogen und wagen nun den Schritt zu einem neuartigen Selbstverwaltungskonzept."

Konzept aus der Schweiz

Als Vorbild dient das Salecina-Haus in der Schweiz. Dort wird die Übernachtung günstig angeboten, sofern die Gäste zur Mithilfe im Hüttenbetrieb bereit sind. Ein Salecina-Rat, der sich halbjährlich trifft, sucht ständig nach Verbesserungen für ein unkompliziertes Miteinander auf der Hütte.

Viele waren von der Idee angetan – Wimmreuter freut sich aber auch über jede kritische Stimme: "50 Personen sind zum Info-Abend gekommen. Das zeigt, wie wichtig das Thema ist. Wenn die Leute Bedenken haben, ist es unsere Aufgabe, diese Einwände in das Vorhaben einzuarbeiten. Gemeinsam kann daraus ein passendes Konzept für das Happischhaus geschaffen werden."

Workshop in Pfarrwerfen

Ein derartiges Konzept wie beim Vorzeigemodell Salecina-Haus gilt es jetzt für das Happisch-Haus zu erarbeiten. Und dafür brauchen die Naturfreunde all jene, die etwas dazu beitragen wollen. Am 30. Jänner findet von 9 bis 17:30 Uhr ein Workshop in Pfarrwerfen statt, wo Ideen gesammelt werden, Anregungen eingebracht werden können und der Grundstein für die neue Bewirtschaftungsform gelegt wird.

Während nun über die wirtschaftliche Zukunft diskutiert wird, sind im Zuge der dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in den letzten Monaten bereits erste Schritte umgesetzt worden: Technik und Sanitärräume wurden in einem Anbau neu errichtet. Ebenso wurde ein Fluchtweg laut neuem Brandschutzkonzept geschaffen und die Photovoltaik-Anlage erneuert.

Autor:

Alexander Holzmann aus Pongau

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