Einsatz auf zwei Etappen

Ein dankbarer Handschlag der Geretteten.
  • Ein dankbarer Handschlag der Geretteten.
  • Foto: Konrad Rauscher
  • hochgeladen von Julia Hettegger

Quasi zu ihrem Glück gezwungen wurden zwei junge Deutsche in Bad Gastein. Ein Einsatz auf „Raten“ der Bergrettung Bad Gastein war notwendig, um die beiden Eiskletterer aus einem Wasserfall zu holen.

BAD GASTEIN (jb). „Die hätten es auch einfacher haben können“, kommentiert der Gasteiner Bergrettungs-Ortsstellenleiter Roland Pfund die Eisklettertour zweier Deutscher im Gasteinertal. Kürzlich machten sich in Bad Gastein ein 25- und ein 26-jähriger Deutscher auf, den Wasserfall „Excalibur“ am Ortberg zu begehen. „Der Steig nach oben ist schon im Sommer nicht leicht, denn 250 Höhenmeter gilt es am ‚Excalibur‘ zu überwinden. Die Kletterer schienen aber gut gerüstet und vorbereitet zu sein“, berichtet Pfund weiter über den „Ausflug“, der in Folge zwei Mal die Dienste der Bergrettung fordern würde. Gegen 17 Uhr informierte ein Busfahrer, der die beiden Kletterer bereits seit Längerem beobachtete, die Polizeiinspektion Bad Gastein, da sich beide Kletterer trotz baldig anbrechender Dämmerung noch im schwierigen Gelände befanden. Beamte begaben sich vor Ort und versuchten Rufkontakt mit den Kletterern aufzubauen. Gleichzeitig brachte sich die Bergrettung in Position, den Wasserfall mit Lichtkanonen auszuleuchten, um die Deutschen zum Ausstieg aus dem Eis zu lotsen. Per Telefon teilten die Kletterer jedoch mit, keine Hilfe zu benötigen.

Kletterer schätzten ihre Lage falsch ein
„Also packten wir ein und zogen ab, rechneten insgeheim aber schon damit, nochmals ausrücken zu müssen“, so der Ortsstellenleiter, der die Lage richtig eingeschätzt hatte, „wir Bergretter sind nicht nach Hause gefahren, weil wir bereits auf einen Anruf der Deutschen warteten.“ Tatsächlich meldeten sich die jungen Männer zwei Stunden später wieder und teilten mit, den Weg nicht zu finden und nicht absteigen zu können. „Also rückten wir wieder aus.

Das hätten die beiden auch einfacher haben können“, weiß Pfund, „die Stelle zur Abseilung wurde nicht gefunden und der Ortsteig wies noch keine Spuren von ‚Vorgängern‘ auf, daher konnte auch er nicht ausfindig gemacht werden.“ Die Bergrettung, die mit 16 Mann und zwei Fahrzeugen im Einsatz war, brachte die beiden Kletterer letztlich über den völlig vereisten Ortsteig gegen 22 Uhr sicher ins Tal.

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Autor:

Julia Hettegger aus Salzburg

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