Ski-Weltcup
Flachaus Nachtslalom war auch heuer wichtiger Werbebotschafter

Mikaela Shiffrin, Katharina Liensberger und Wendy Holdener jubelten im Auslauf von Flachau – zwar ohne Fans, dafür vor tausenden TV-Zuschauern.
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  • Mikaela Shiffrin, Katharina Liensberger und Wendy Holdener jubelten im Auslauf von Flachau – zwar ohne Fans, dafür vor tausenden TV-Zuschauern.
  • Foto: Skiweltcup Flachau / C. Huber
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Der Damen-Nachtslalom in Flachau war auch im Lockdown unter besonderen Umständen und ohne Fans an der Strecke ein wichtiger Werbebotschafter für die Region. 

>>> UPDATE: Flachau springt als Ersatzort der Herren-Slaloms ein 

FLACHAU. Mit dem Sieg von Ski-Superstar Mikaela Shiffrin und Platz zwei von Österreichs Slalom-Ass Katharina Liensberger ging der elfte Flachauer Nachtslalom im Damen-Weltcup zu Ende – unter deutlich anderen Umständen als in den Jahren zuvor. Doch auch im Lockdown zählt das etablierte Event – es ist jenes mit dem höchsten Preisgeld im Damen-Weltcup – zu den wichtigsten Markenbotschaftern der Region. 

Bgm. Oberreiter: "Auch in dieser Zeit präsent sein"

Für den Ort, das Skigebiet und die gesamte Region hatte das Rennen auch heuer große Bedeutung, weiß Bürgermeister Thomas Oberreiter, der auch Vize-Präsident des Weltcup-Organisationsteams in Flachau ist:

"Der Weltcup ist eine unbezahlbare Werbung. Normalerweise wirkt sich das unmittelbar auf die Saison aus, durch den relativ frühen Termin Anfang Jänner spüren wir meist eine zunehmende Buchungslage in den folgenden Wochen. Heuer ist natürlich alles anders, keiner weiß, wann und ob es überhaupt los geht. Man muss aber auch in dieser Zeit präsent sein und den Gästen vorm Fernseher zeigen, dass es Skifahren noch gibt." (Bgm. Thomas Oberreiter)

Außerdem biete man mit der Durchführung des Weltcups dem Fernsehzuschauer und jedem Sportinteressierten zumindest ein wenig Normalität: "So kommt man etwas vom alles bestimmenden Thema weg. Wir hier vor Ort sind mit dem Weltcup aufgewachsen und er ist mittlerweile auch nicht mehr wegzudenken", sagt Oberreiter.

Dank der TV-Übertragung ist der Flachauer Nachtslalom ein wichtiger Werbebotschafter für die gesamte Region.
  • Dank der TV-Übertragung ist der Flachauer Nachtslalom ein wichtiger Werbebotschafter für die gesamte Region.
  • Foto: Skiweltcup Flachau / C. Huber
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Ski-Legenden gratulieren zur Durchführung

In einer virtuellen Pressekonferenz nahmen vorm Rennen auch die Skilegenden Annemarie Moser-Pröll, Hermann Maier und Michael Walchhofer Stellung zu aktuellen Entwicklungen. Österreichs Sportlerin des Jahrhunderts aus Kleinarl, die selbst sehr gerne Slalom gefahren ist, ihre Stärken aber im Riesenslalom und in der Abfahrt hatte, gratulierte zur Durchführung: "Ich bewundere Flachau, dass dieses Rennen auch in dieser Zeit stattfinden kann." Hermann Maier, dessen Karriere 1996 als Vorläufer auf der heute nach ihm benannten Weltcupstrecke begann, habe mittlerweile überwunden, dass er auf seiner Heimstrecke kein Weltcuprennen gewinnen konnte, wie er augenzwinkernd klar stellte.

Michael Walchhofer, Annemarie Moser-Pröll und Hermann Maier (v.l.) standen in einer Online-Pressekonferenz via Live-Stream Rede und Antwort.
  • Michael Walchhofer, Annemarie Moser-Pröll und Hermann Maier (v.l.) standen in einer Online-Pressekonferenz via Live-Stream Rede und Antwort.
  • Foto: Snow Space Salzburg / screenshot
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Ohne Gäste sind 1.300 Arbeitsplätze betroffen

Finanziell sei für die Veranstalter auch ohne Zuschauer keine klaffende Lücke entstanden, am meisten leiden aber Gastronomie und Hotellerie darunter. Während des Saisonhöhepunktes konnten nur wenige Hotels für den Weltcuptross extra aufsperren, für alle anderen fällt – wie schon die gesamte Saison – alles aus. "Die Betriebe zahlen jetzt alle drauf und besonders belastend ist es für die vielen Angestellten. In Flachau entfallen von den 1.500 Arbeitsplätzen rund 1.300 auf den Tourismus, hier heißt es für alle abwarten. Wir haben aber noch Hoffnung, dass ein Aufsperren noch möglich wird", sagt Oberreiter. 

Salzburger Talente noch in Lauerstellung

Aus sportlicher Sicht war das Event für Salzburg weniger erfolgreich: Nachdem Bernadette Schild verletzt fehlte, stand heuer keine Salzburgerin am Start. Michael Walchhofer (Vizepräsident des Österreichischen Skiverbands) ist optimistisch, dass in den nächsten Jahren auch wieder junge Athleten aus dem Salzburger Skiverband in die Weltspitze aufrücken:

"Viele Jahre lang sind die Allerbesten aus der Salzburger Kaderschmiede gekommen. Es liegt in der Natur der Sache, dass es auch schwächere Jahre gibt, aber wir wollen das Pendel schnellstmöglich wieder in die andere Richtung umschlagen lassen." (ÖSV-Vizepräsident Michael Walchhofer)

Auch Oberreiter ist überzeugt, dass die Durststrecke bald überwunden sei, zumal in den Skiclubs und im Verband tolle Arbeit geleistet würde: "Das Potential ist da, es braucht aber auch das nötige Glück, um ganz nach oben zu kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder Athleten aus Salzburg und aus dem Pongau dabei haben werden." 

Im ÖSV-Aufgebot stand diesmal keine Salzburgerin, junge Talente aus der Region könnten aber laut ÖSV-Vizepräsident Michael Walchhofer in den nächsten Jahren aufrücken.
  • Im ÖSV-Aufgebot stand diesmal keine Salzburgerin, junge Talente aus der Region könnten aber laut ÖSV-Vizepräsident Michael Walchhofer in den nächsten Jahren aufrücken.
  • Foto: Skiweltcup Flachau / C. Huber
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Gelungene Eigenwerbung fürs Skigebiet

Die Piste auf der Hermann-Maier-Weltcupstrecke war jedenfalls tauglich für die Weltspitze: In perfektem Zustand ließ die Strecke bis zuletzt Spitzenzeiten zu. So konnte Siegerin Mikaela Shiffrin als letzte Starterin im zweiten Durchgang noch die zweitbeste Laufzeit hinlegen. Österreichs Slalom-Ass Katharina Liensberger fuhr mit Startnummer 27 im zweiten Durchgang sogar Laufbestzeit. Damit stellte Snow Space Salzburg einmal mehr seine Schneekompetenz unter Beweis. Die Pistenpräparierung sei nämlich nicht nur für die Profis, sondern auch für die Amateursportler eines der heikelsten Themen: "Wenn die Pisten richtig glatt und griffig sind und die Pistenraupen keine Unebenheiten hinterlassen, dann wird das Skifahren zum Genuss, dann fährt man wie auf einem Teppich. Das ist es, was den Skigast am Ende des Tages sagen lässt: 'So macht Skifahren Spaß.' Und genau das ist unser Anliegen", ist Snow Space Salzburg-Vorstand Wolfgang Hettegger stolz. 

Katharina Liensberger vor der Weltcupstrecke in Flachau, die in perfektem Zustand bis zum Ende Spitzenzeiten zuließ.
  • Katharina Liensberger vor der Weltcupstrecke in Flachau, die in perfektem Zustand bis zum Ende Spitzenzeiten zuließ.
  • Foto: Skiweltcup Flachau / C. Huber
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

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