Werfenweng
Klimagipfel zu Arbeit & Mobilität im Tourismus

Tourismusschüler aus Bad Hofgastein zeigten auf, was für sie den Beruf attraktiver machen würde.
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Neue Wege im Tourismus stellten Experten beim "1. Klimagipfel Tourismus" in Werfenweng vor.

WERFENWENG (aho). Im Fokus standen die Themen Arbeit und Mobilität im Tourismus beim ersten "Klimagipfel Tourismus" im Festsaal in Werfenweng. Erich Bergmüller vom Naturhotel Edelweiß in Wagrain berichtete von seinen Erfahrungen mit der Mitarbeiterbindung in seinem Betrieb: "Dafür muss man heute viel mehr Zeit aufwenden als früher, gerade wenn man sehr viele internationale Mitarbeiter hat." Im Anschluss wurden drei Projekte vorgestellt: Thomas Burgstaller (AMS) skizzierte den geplanten Arbeitskräfteaustausch Wachau-Flachau, Nadine Guggenberger präsentierte Ergebnisse des Superklima-Tourismuskonzepts und Tourismusschüler aus Bad Hofgastein gaben spannende Einblicke in ihre Praktika.

"Leiharbeiter" aus Wachau

"Es fehlen Potentiale, um für die heimische Wirtschaft die nötigen Arbeitskräfte aufzubringen", begann Burgstaller, ehe er die Kooperation mit der Wachau erklärte. Gastgewerbe-Mitarbeiter aus der niederösterreichischen Sommer-Destination werden im Winter in Flachau in Betrieben arbeiten, um dort mehr zu verdienen als in der Saisonarbeitslosigkeit. "Zudem lernen die Leih-Mitarbeiter in einem anderen Betrieb Neues dazu und das Sozialsystem wird entlastet", nennt Burgstaller die Vorteile. Größte Herausforderungen seien die nötige Überzeugungskraft sowie die schwierige Mobilität.

Von Kulinarik bis Mobilität

Das Superklima-Sommertourismuskonzept zeigte Chancen durch den Klimawandel auf. Guggenberger sprach von einer "Renaissance der Sommerfrische": "In wenigen Jahren werden wir das Klimaniveau des Gardasees erreichen, wenn der Klimawandel nicht gebremst wird sogar jenes von Sizilien." Wichtigt sei es, branchenübergreifend zu denken und Ideen zu entwickeln, etwa in der Kulinarik, im Freizeitsport und vor allem in der Mobilität. Diese müsse als Mehrwert in touristische Pakete gepackt und als Service angeboten werden.

Das braucht der Tourismus

Besonders spannend waren die Einblicke der Tourismusschüler aus Bad Hofgastein in ihre Praktika. In einer kleinen Studie beantworteten die Schüler die Frage, wie die Arbeitswelt Tourismus aussehen muss, damit sie auch künftig in diesem Bereich tätig sein wollen. Die Ergebnisse ließen darauf schließen, dass insbesondere Gehalt und Arbeitszeiten die größten Herausforderungen im Praktikum waren. Am Wichtigsten sind den Schülern persönliche Anerkennung, geregelte Arbeitszeiten und der Verdienst.
Als positives Beispiel für Anerkennung und Mitarbeiter-Benefits nannten sie die Vorteilskarte im Tiroler Skigebiet Ischgl namens "Crew Card". Diese bringt den Mitarbeitern attraktive Vorteile mit insgesamt 60 Vergünstigungen und vielen Gratisangeboten. Eine Jahresskikarte kostet dort mit Crew Card 245 Euro statt 825 Euro im Normaltarif. "Wir sehen solche Aktionen als zusätzliches Zeichen der Wertschätzung", ließen die Schüler ihren Wünschen freien Lauf.
Lehrerin Doris Höhenwarter, die mit den Schülern die Mini-Studie ausgearbeitet hatte, verweist einmal mehr auf das Image-Problem: "Wir merken, dass für Schüler die Planbarkeit immer wichtiger wird, damit sie ihren Freundeskreis nicht verlieren. Darauf muss die Gastronomie eingehen, um junge Kräfte zu halten."

Tourismusschüler aus Bad Hofgastein zeigten auf, was für sie den Beruf attraktiver machen würde.

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