Liebherr: Ende der Krise – Ende der Kurzarbeit

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Ende Mai beendete die Baumaschinenfirma Liebherr ihre im Oktober 2008 eingeführte Kurzarbeit. 650 Mitarbeiter waren zuletzt davon betroffen. „Kurzarbeit, als Mittel die Stammbelegschaft durch die Krise zu führen, hat sich bewährt“, unterstreicht GF Manfred Santner. Für 2011 erwartet er wieder ein stabiles Geschäftsjahr mit gewohntem Umsatz zwischen 300 Mio. und 400 Mio. Euro.

BISCHOFSHOFEN (pjw). Die Baumaschinenfirma Liebherr hat am 1. Oktober 2008 450 Mitarbeiter am Standort in Bischofshofen in die Kurzarbeit geschickt. Betroffen waren zu Beginn der wirtschaftlichen Krise ausschließlich Mitarbeiter der Sparte Produktion. Weltweit standen Investoren unter dem Schock der Finanzkrise und stoppten ihre Maschinen-Anschaffungen. Im Laufe des Jahres 2009 sah sich Liebherr dann gezwungen die Kurzarbeit auch auf das Handelsgeschäft auszuweiten. Am Ende waren 650 der insgesamt 850 Liebherr-Beschäftigten betroffen. „Unser Eigentümer, die Sozialpartner und Mitarbeiter haben sich darauf verständigt die Wirtschaftskrise unter Einsatz von Kurzarbeit zu bewältigen – das hat sich bewährt“, bekräftigt Manfred Santner, Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter des Standortes in Bischofshofen. Das klingt plausibel: Immerhin konnte die gesamte Stammbelegschaft – 850 Mitarbeiter – gehalten werden. Ohne Kurzarbeit hätten zirka 200 Kollegen im Pongau den Job verloren. „Das Personal ist unser wichtigstes Kapital“, bekräftigt Santner und erklärt: „Ein Radlader ist ein äußerst komplexes Produkt, das ein hohes Anforderungsprofil an das Personal stellt. Ein eingespieltes Team mit dem nötigen Know-how für die Technik, die Prozesse sowie die Spezifikas der Branche sind nicht so ohne weiteres austauschbar.“

Ausblick: 2011 kehrt wieder Ruhe ein
Zwischen 300 Mio. und 400 Mio. Euro setzt das Bischofshofener Liebherr-Werk in einem „normalen“ Geschäftsjahr mit dem Produkt Radlader (Entwicklung, Produktion und Vertrieb) und dem Handelsgeschäft (Import von Baumaschinen) um. Ende 2008 brach der Radlader-Zweig um zirka zwei Drittel ein. Das Handelsgeschäft erreicht erst heuer die Talsohle. Aber: Der Trend geht nach oben. Für 2011 erwartet Manfred Santner wieder ein stabiles Geschäftsjahr mit gewohntem Umsatz. Dann könnten auch wieder Leasing-Arbeiter zum Zug kommen, die in der Baumaschinenbranche aufgrund des sechs- bis siebenjährigen Konkjunkturzykluses mit einer Schwankungsbreite von 30 bis 40 Prozent unabdingbar sind.

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Bezirksblätter Pongau aus Pongau

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