Lehre 2018
Zeit für mehr Uhrmacher

Elke Oberbichler ist gelernte Uhrmacherin und vermittelt in ihrem Geschäft die Liebe zur klassischen Uhr.
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  • Elke Oberbichler ist gelernte Uhrmacherin und vermittelt in ihrem Geschäft die Liebe zur klassischen Uhr.
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WAGRAIN. In Wagrain findet man die Werkstätte von Peter Thomasberger der diese bereits von seinem Vater übernommen hat. Das dazugehörige Geschäft hat sein ehemaliges Lehrmädchen Elke Oberbichler übernommen. Sie hat uns einen Einblick in den Beruf des Uhrmachers gegeben.

Mechanik betrifft nicht nur Autos

Der ausschlaggebende Grund Uhrmacherin zu werden war für Elke Oberbichler der Wunsch einen mechanischen Beruf zu erlernen. "KFZ-Mechaniker ist für mich etwas zu grob und leider habe ich eine kaputte Hand, da entdeckte ich die Feinmechanik und fand sie ziemlich interessant", erzählt Oberbichler. Die Lehrstelle selbst war ein Glücksfall. Peter Thomasbergers Vater war zu der Zeit gerade in Pension gegangen und so hatte er die Möglichkeit einen Lehrling zu nehmen.

Schule für Zeit

Die Berufsschule für Uhrmacher ist in Karlstein im Waldviertel nahe der tschechischen Grenze. Sie ist die einzige Für Uhrmacher und Zeitmesstechniker in Österreich. Auch Elke Oberbichler besuchte diese Schule: "Wir waren zwei Jahrgänge in einem, sonst wäre keine Klasse zusammengekommen. Zu Beginn waren wir auch noch zu Sechst am Ende der Schule nur noch zu Viert." In Karlstein wird die Ausbildung zum Uhrmacher auch mit einem Fachschulzweig angeboten. Die Fachschule dauert vier Jahre und ersetzt dir Lehre. Die Meisterprüfung ist sofort nach dem Schulabschluss möglich, wohingegen bei der Lehre noch zwei Jahre Praxis vorgewiesen werden müssen.

Seltene Berufswahl

Gelernte Uhrmacher sind selten. Selbst das Berufslexikon des Arbeitsmarktservice weist auf die schwierigen Berufsaussichten hin. Aufgrund der schwierigen Lage durch Billigimporte aus dem Ausland hätte in den letzten Jahren einige Kleinbetriebe schließen müssen. Sinnvoll wäre es Zusatzausbildungen in Maschinenbau- und Werkzeugbautechniken zu absolvieren. Andrerseits wären Betriebe die sich auf Nischen wie Restauration spezialisiert hätten sehr erfolgreich. Elke Oberbichler sieht mehr Potential für die Zukunft. "Es gibt zum einen Viele Personen, die Zuhause eine Pendeluhr haben und diese wieder repariert haben wollen. Zum anderen gibt es wieder Liebhaber von Uhren und die wirklich edlen Modelle sind mechanisch und nicht digital. Die Leute werden da wieder modebewusster", sagt die Uhrmacherin. Sie selbst hat Schmuck in den Verkauf mit aufgenommen und macht auch kleinere Reparaturen um ihr Geschäftsfeld zu erweitern.

Ein Plädoyer für Feinmechanik

"Uhrmacher ist ein interessanter Beruf, besonders für mechanisch Interessierte", sagt Oberbichler. Man lerne mehr als "nur" Uhrmacher, in der Berufsschule wäre auch die Herstellung eigenes Werkzeuge auf dem Stundenplan gestanden. "Wir haben sogar gelernt wie man ganz feine Schrauben und Zahnräder macht", begeistert sich Oberbichler. An ihrer Arbeit gefalle es ihr am besten Kleinuhren zu reparieren. "Mir machen die kleinen, feinen Arbeiten einfach mehr Spaß als die großen,groben Arbeiten", lacht sie.

Autor:

Anita Marchgraber aus Pongau

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