28.11.2017, 09:16 Uhr

Acht Krampusse dürfen auf den Hänger

Die Köck Pass war im Jahr 2016 auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen. Heuer dürfen acht von ihnen auf den Traktor-Anhänger. (Foto: Köck Pass)

Gesetz aus dem Jahr 1967 regelt Transport von Krampussen: Traktor mit Hänger – Ja! Aber nur zu Acht!

"Jetzt ist es klar geregelt. Wenn die Sicherheit des Lenkers und der beförderten Personen gewährleistet ist, dürfen maximal acht Krampusse auf der Ladefläche eines Traktoranhängers transportiert werden. Der Traktor darf dabei maximal 40 km/h schnell fahren", sagt Michael Ellmer, Obmann der St. Johanner Krampusse. "Auf Aufbauten auf den Hängern ist zu verzichten, oder diese durch die Kfz-Prüfstelle des Landes abklären zu lassen."

Regeln für 2017 festgelegt

Wenige Wochen bevor die Hausbesuche und Krampusläufe starten, kamen die Krampus-Obleute mit Vertretern der Bezirkshauptmannschaft und der Polizei zusammen, um die Regeln für 2017 festzulegen. Notwendig wurde das, weil im vergangenen Jahr Krampuspassen auf ihren Traktoren von der Polizei aufgehalten wurden und wegen Übertretungen nach dem KFG und der STVO Strafen verhängt wurden. (Die Bezirksblätter haben darüber berichtet).

"2016 wurde übertrieben"

"Manche Passen haben es einfach übertrieben", sagte Bezirkshauptmann Harald Wimmer im BB-Interview 2016. Konkret bezog er sich auf Vorfälle, bei denen Passen mit Baustellenscheinwerfern auf den Traktoren auf der B311 unterwegs waren, oder Krampusse in der Schaufel von Traktoren gesessen hätten. "Da konnte die Polizei einfach nicht wegschauen", sagte Wimmer. Das bestätigt heute auch Michael Ellmer, der Obmann der St. Johanner Krampusse: "30 Jahre lang wurde der Transport am Anhänger toleriert, dass es im vergangenen Jahr zu Strafen kam, haben die Passen selbst verschuldet. Es wurde einfach übertrieben."


Hoffen auf Gesetzesänderung

Die aktuelle Regelung sei für die Krampusse zwar nicht ideal, weil acht eine zu geringe Zahl für viele Gruppen sei, aber der Beschluss sei immer noch besser, als ein generelles Transportverbot auf Anhängern, so Ellmer: "Wir hoffen in diesem Fall auf die Unterstützung der Gesetzgebung, damit wir möglichst bald wieder alle auf einem Traktor mitfahren können, wenn wir uns an bestimmte Regeln halten." Da es sich bei diesem Gesetz um ein Bundesgesetz aus dem Jahr 1967 handelt, sei die Chance dafür aber relativ gering.

"Traktor wirkt eindrucksvoll"

Notwendig werden Transporte auf Anhängern vor allem bei Hausbesuchen und bei der Fahrt zu nahen (!) Krampusläufen. "Es wirkt einfach anders, wenn vor einem Haus ein Traktor steht. Dann wissen auch die Nachbarn: 'Der Nikolaus ist da' – und kommen heraus. Auch bei der Anfahrt zu Krampusläufen wirken die Traktoren beeindruckend", so Ellmer. Der Beschluss bedeutet, dass heuer viele Krampusse mit Bussen oder Taxis anreisen werden.

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