30.11.2017, 07:54 Uhr

Das wurde aus Goldeggs Flüchtlingen

Bgm. Fleißner, LT Berthold, Betreuerin Evi Huber, Vize-Bgm. Hannes Rainer.

Zwei Jahre nach der Eröffnung der Asylunterkunft Steinacherhaus haben fünf Asylberechtigte einen Job.

Das Jubiläum zwei Jahre Asylunterkunft Steinacherhaus wurde vom Betreiber-Verein Welcome Goldegg zum Anlass genommen, der Bevölkerung zu zeigen, was aus den damaligen Flüchtlingen geworden ist. Der Gesprächsrunde unter dem Thema "Was wurde eigentlich aus ...?" saßen Landesräting Martina Berthold, Gerhard Feichtner aus dem Büro der Landesrätin (Grundversorgung und Asylwesen) und Thomas Burgstaller vom AMS Bischofshofen bei.

Wohnungs- und Arbeitssuche

In den zwei Jahren wurden insgesamt 31 Leute in der Asylunterkunft in Goldegg betreut.  Acht von ihnen erhielten einen positiven Bescheid, zweien davon wurde subsidiären Schutz zugestanden. Begleitet werden sie von den Betreuerinnen Evi Huber und Josefine Reppnig, die ihre Schützlinge auch nach einem positiven Bescheid – z.B. bei der Wohnungs- und Arbeitssuche – nicht alleine lassen. "Ich danke Evi sehr dafür, dass sie mir geholfen hat für meine Familie eine Wohnung zu finden. Zwei Monate hat die Suche gedauert und es ist auch ihr Verdienst, dass alles so gut geklappt hat", sagt Lorin, die mit ihrer Tochter und ihrem Mann eine Wohnung in Bischofshofen beziehen konnte.


Lehre als Steinmetz

Auch Ibrahim ist dankbar für die Unterstützung aus Goldegg. Er konnte vor zwei Monaten eine Lehre als Steinmetz bei der Firma Herzgsell in Altenmarkt beginnen. Insgesamt konnten fünf Goldegger Asylberechtigte einen Job finden – z.B. in der Gastronomie. "Das wäre ohne die Hilfe der Betreuerinnen in Goldegg nicht möglich gewesen", sind sich die Asylberechtigten einig. "Und ohne, dass unser Verein seine Unterstützung auch nach einem positiven Bescheid zugesichert hätte, wäre es für uns nicht möglich gewesen, unsere Schützlinge in eine Beschäftigung zu bringen", ergänzt Evi Huber. 

56 in laufender Beschäftigung

"Aktuell befinden sich im Pongau 14 geflüchtete Jugendliche unter 25 Jahren in Lehrausbildungsprogrammen des AMS. Weitere zehn Jugendliche absolvieren eine Lehrausbildung in der Gastronomie. 56 Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien, Iran und Irak stehen in laufender Beschäftigung. Weitere 60 Geflüchtete aus diesen Nationen sind einerseits noch auf Arbeitssuche bzw. in Ausbildungsaktivitäten des AMS", sagt Thomas Burgstaller vom AMS Bischofshofen die Entwicklungen im Pongau. Auch er weiß, dass die Betreuer in den Asylunterkünften gute Arbeit leisten: "Hilfe brauche die Flüchtlinge bei der Anfertigung ihres Lebenslaufes, des Bewerbungsschreibens und bei der Vorbereitung auf das Bewerbungsgesprächs. Vor allem im schriftlichen Bereich machen die Arbeitnehmer keinen Unterschied, ob es sich um einen Einheimischen oder um einen Menschen mit Migrationshintergrund handelt."

Eine Chance geben

Positive Erfahrungen hat Hans Herzgsell, Geschäftsführer der Firma Herzgsell in Altenmarkt mit seinem Steinmetz-Lehrling Ibrahim gemacht: "Ibrahim ist sehr pünktlich und arbeitswillig. Wir haben das Gefühl, er ist jetzt richtig in Österreich angekommen." Hans Herzgsell würde jedem Betrieb, der die Möglichkeit dazu habe, raten, einem jungen Menschen wie Ibrahim, die Möglichkeit zu einer Ausbildung zu geben: "Es macht Freude diesen jungen Menschen zu helfen und sie zu integrieren", sagt der Geschäftsführer im BB-Interview.
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