03.11.2016, 11:44 Uhr

Heinz Oberhummer ist Namensgeber für Wissenschaftspreis

Heinz Oberhummer mit seinen Alpakas. (Foto: Science Busters)
WIEN (aho). Am 24. November 2016 wird erstmals der Heinz Oberhummer Award für Wissenschaftskommunikation verliehen. Oberhummer wurde 1941 in Bischofshofen geboren und wuchs im Pongau als Sohn eines Oberlehrers in Obertauern auf. Nach seinem plötzlichen Tod im November 2015 riefen die Science Busters, bei denen Oberhummer als Wissenschaftskabarettist mitwirkte, den Preis ins Leben.

Preis für Wissenschaftskommunikatoren

Der Heinz Oberhummer-Preis wird ab 2016 jährlich an nationale und internationale Wissenschaftskommunikatoren verliehen. Finanziert wird der Preis von Institutionen, an denen Oberhummer gelehrt, geforscht und auch musiziert hat: Zusammen mit der Universität Graz, der Technischen Universität Wien, dem ORF Fernsehen, Radio FM4 und der Stadt Wien ermöglichten die Science Busters rund um Initiator Martin Puntigam den Award.

Kritischer und humorvoller Physiker

Oberhummer war Kern- und Astrophysiker, Autor populärwissenschaftlicher Bücher und zerpflückte als Kabarettist pseudowissenschaftliche Mythen und esoterische Unwahrheiten. Er mahnte die Gesellschaft stets zu kritischem Denken, bestach dabei durch ausgeprägten Humor und schaffte es, schwierige Sachverhalte in leicht verständlichen Worten auf den Punkt zu bringen. Oberhummers Leidenschaft war es, dass Wissenschaftler nicht nur forschen, sondern Wissenschaft auch in die Welt tragen sollen. Um diese Leidenschaft zu würdigen, wird zum Ansporn für Andere der Heinz Oberhummer Award für Wissenschaftskommunikation vergeben. Der Preis wird jährlich Ende November für das Zusammenwirken von Wissenschaftsvermittlung, Aufklärung und Unterhaltung verliehen.


Erster Award geht an James Randi

Den ersten Oberhummer-Award erhält der professionelle Bühnenzauberer James Randi. Er war Vorbild und Inspiration für viele Menschen, die sich für eine von Wissenschaft geprägte, säkulare Gesellschaft einsetzen – wie auch Heinz Oberhummer. Randi war Gründungsmitglied der CSI, der amerikanischen Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften (der österreichischen Sektion stand Heinz Oberhummer viele Jahre vor). Eine Fachjury, bestehend aus Vertretern von ORF, TU-Wien, Uni Graz, Stadt Wien und den Science Busters, haben James Randi aus einem Dreiervorschlag zum Sieger gekürt. Der Award ist mit 20.000 Euro dotiert. Als Trophäe gibt es ein Glas Alpakakot aus dem Hause Oberhummer.
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