02.11.2016, 19:56 Uhr

Lärmschutz Eben im Pongau.

Sagenhaft, was für die 2300 Seelen Gemeinde Eben im Pongau an Lärmschutz investiert wird. Nicht nur, dass vor einpaar Jahren der Ort selbst mit einer Einhausung beglückt wurde, wo zum Überfluss noch eine Lärmschutzwand drauf gesetzt worden ist, wird nun entlang des Gasthofberges eine meterhohe Lärmschutzwand mit halb gebogenen Elementen über hunderte Meter entlang der Tauernautobahn gebaut. Dahniter großteils Baumbestand, Wiesen und verewinzelte Bäuernhäuser, erst weiter entfern Wohnhäuser. Die Raststelle mit den riesigen Parkplätzen vor Lärm zu schützen ist wohl ein Schildbürgerstreich.
Nicht genung damit, Lärmschutzwänder werden auch bei der Auffahrt zur Tauernautobahn (von Ri Altenmarkt) aufgestellt und verwehren eigentlich nur den Anblick auf das dahinter liegende Augebiet. Mit den letzten Lärmschutzbauten wird damit nun erreicht, dass von der landschaftlich ansprechenden Gegend fast nichts mehr zu sehen ist.
Wenn man bedenkt, dass für die jahrzehntelang geforderte Einhausung der lärmgeplagten Stadt Radstadt, auch in absehbarer Zeit kein Geld vorhanden sein wird, muss man sich schon fragen, ob das viele Geld für derart umfangreiche und kostspielige Lärmschutzmaßnahmen richtig verwendet worden ist.
Das Füllhorn dürfte für die Gemeinde Eben noch nicht geleert sein, man plant am Ortsbeginn einen Parkplatz für 80 Fahrzeuge, der ca. 800.000,00€ kosten wird und keinesfall zur Verkehrsberuhigung beiträgt.
Konrad Wlcek, Bischofshofen
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