03.11.2016, 10:06 Uhr

Leserbrief

Leserbrief von Konrad Wlcek aus Bischofshofen. (Foto: RMA)
Sagenhaft, was für die 2.300-Seelen Gemeinde Eben an Lärmschutz investiert wird. Nicht nur, dass vor ein paar Jahren der Ort selbst mit einer Einhausung beglückt wurde, wo zu allem Überfluss noch eine Lärmschutzwand draufgesetzt worden ist, wird nun entlang des Gasthofberges eine meterhohe Lärmschutzwand mit halb gebogenen Elementen über hunderte Meter entlang der Tauernautobahn gebaut. Dahinter großteils Baumbestand, Wiesen und vereinzelte Bauernhöfe, erst weiter entfernt einzelne Wohnhäuser. Die Raststation mit Tankstelle und den riesigen Parkplätzen vor Lärm zu schützen ist wohl ein Schildbürgerstreich. Lärmschutzwände werden auch bei der Auffahrt zur Autobahn (von Richtung Altenmarkt) aufgestellt und verwehrt wird eigentlich nur der Anblick auf das dahinterliegende Augebiet. Weit entfernt sind erst ein Sägewerk und der Ortsanfang von Eben zu sehen. Mit den letzten Lärmschutzbauten wird damit nun erreicht, dass von der landschaftlich ansprechenden Gegend nun fast nichts mehr zu sehen ist. Wenn man bedenkt, dass für die schon jahrzehntelang geforderte Einhausung der lärmgeplagten Stadt Radstadt, auch in absehbarer Zeit kein Geld vorhanden sein wird, muss man sich schon fragen, ob das viele Geld für derartig umfangreiche und kostspielige Lärmschutzmassnahmen sinnvoll verwendet worden ist. Das Füllhorn dürfte aber für die Gemeinde Eben noch nicht geleert sein, man plant am Ortsbeginn einen Parkplatz für 80 Fahrzeuge, der ca. 800.000 Euro kosten wird und keinesfalls zur Verkehrsberuhigung beitragen wird.

von Konrad Wlcek, Bischofshofen.
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